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Schuh-Fachhandel hat stark mit der Online-Konkurrenz zu kämpfen

09.05.2012 Der Fachhandel für Schuhe hat vor allem mit der Konkurrenz aus dem Internet zu kämpfen. Das geht aus dem Branchenfokus der IFH Retail Consultants   hervor. Demnach hat 2011 jeder Bundesbürger 113,20 Euro für Schuhe ausgegeben, knapp 90 Cent mehr als noch 2010. Davon werden online Schuhe im Wert von mehr als 900 Millionen Euro an Endverbraucher verkauft. Internet-Pure-Player wie Zalando   oder Javari   konnten sich 2011 über 54,5 Prozent Umsatzzuwachs freuen.

"Die Entwicklung der Vertriebswege zeigt ganz eindeutig, dass sich der Schuhfachhandel den neuen Herausforderungen stellen muss. Innovative Multi-Channel-Konzepte und ein Umdenken hin zu stylischen, outfitorientierten Ladenkonzepten gewinnen immer weiter an Bedeutung", kommentiert Hansjürgen Heinick , Senior Consultant bei den IFH Retail Consultants die Ergebnisse des Branchenfokus.

Außerdem suchen Verbraucher zunehmend am Point-of-Sale Vorschläge für einen kompletten Look. Dieses verhältnismäßig neue Bedürfnis der Konsumenten trifft auf nach wie vor spezialisierte Schuhfachhändler, die immer mehr vor der Herausforderung stehen, dem Outfitgedanken entgegenzukommen. Diesen Trend bekommt der Schuhfachhandel letztlich auch in den Umsätzen zu spüren.

Während der Schuhmarkt 2011 insgesamt um 0,5 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro gewachsen ist, hat der Fachhandel deutlich unter der Marktentwicklung abgeschlossen und musste einen Umsatzrückgang von 1,5 Prozent hinnehmen. Die Treiber des Trends sind vor allem die großen Modelabels, die mit eigenen Schuhlinien im Bekleidungshandel den Outfit-Gedanken vorantreiben. Mit 3,7 Prozent Umsatzzuwachs gehört der Bekleidungsfachhandel zu den Gewinnern des Jahres 2011.

Grund für die insgesamt schwache Entwicklung des Marktes 2011 war außerdem das Wetter. Während zum Jahresstart der Winter schon fast vorüber war, ließ dieser gegen Ende des Jahres lange auf sich warten.
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