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Strategiewechsel: UDG gibt gesamtes Performance-Marketing auf

20.08.2018 Die Agenturgruppe UDG - United Digital Group gibt das gesamte Performance-Business auf und will sich ausschließlich auf Technology, Experience, Communication und Consulting konzentrieren. Die Performance-Abteilungen werden von der Omnicom Media Grpup übernommen.

 (Bild: BlueJeans Network)
Bild: BlueJeans Network
Radikale Neuausrichtung bei der UDG United Digital Group  : Die Agenturgruppe trennt sich von allen Bereichen, die mit Performance Marketing beschäftigt sind. Betroffen sind die Bereiche SEO, SEA, Affiliate, Social Media Advertising sowie Digital Analytics. Für zukunftsfähig erachtet UDG dagegen die Bereiche Technology, Experience und Communication sowie eine neu formierte Consulting-Abteilung. Keine Angaben machte das Unternehmen dazu, wie viele Mitarbeiter in der "neuen" UDG bleiben werden.

Die Performance-Abteilungen hat UDG - vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden - an die Omnicom Media Group   veräußert. Für UDG-Kunden soll sich dadurch zunächst "nichts ändern", wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Eine strategische Partnerschaft mit Omnicom Media stelle sicher, dass bisherige Geschäftspartner nahtlos weiter betreut werden können und auch zukünftige Kunden Performance-Dienstleistungen erhalten.

Zur Begründung sagte UDG-Chef Marcus Starke, der erst vor einem Jahr das Ruder bei UDG übernommen hat, "das Performance-Geschäft ist ein sehr spezielles Geschäft mit anderen Herausforderungen". Er wolle die Agentur neu formieren und auf die Kernkompetenzen fokussieren. "Wir wollen UDG für die Herausforderungen der Zukunft beweglicher und schlagkräftiger aufstellen, mit reduzierter Komplexität als Agentur für Digital Leadership und digitale Innovationen wachsen."
Schon seit geraumer Zeit wächst das Geschäft mit Unternehmensberatungen stärker, als das der Marketing- und Werbeagenturen (siehe iBusiness-Analyse: 'Deutschland-Agentur'-Studie - Welche Digitaldienstleistungen in Zukunft gefragt sind). Allerdings sind bereits zahlreiche Unternehmen auf diesen Zug aufgesprungen. Die Konkurrenzsituation hat sich deutlich verschärft.

UDG ist ein Zusammenschluss aus acht ursprünglich unabhängigen Einzelagenturen, die vornehmlich aus dem Performancemarkting stammten. 2016 konnte die Gruppe mit Billings in Höhe von rund 100 Millionen Euro Platz fünf im Performance-Agentur-Ranking von iBusiness erringen. Allerdings brachte es das Unternehmen auf ungefähr doppelt so viele Mitarbeiter wie der erstplatzierte. Seither meldete das Unternehmen nicht mehr für das Ranking - vermutlich sanken die Billings in den Folgejahren.
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