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Kaufverhalten

Agentic Commerce: Recherche ja, Kaufabschluss nein

15.10.2025 Der E-Commerce steht vor einer neuen Evolutionsstufe: Immer mehr KonsumentInnen informieren sich mit KI-Chatbots und Einkaufsagenten über Produkte - doch beim Kaufabschluss bleibt die Skepsis groß. Das zeigt eine neue Studie des ECC Köln  .

 (Bild: ChatGPT/Sebastian Halm)
Bild: ChatGPT/Sebastian Halm
Laut der aktuellen ECC-Club-Studie "Social, Assisted, Agentic  " verändert sich das Informations- und Kaufverhalten im Onlinehandel deutlich. Rund ein Drittel der Befragten nutzt bereits KI-Chatbots wie ChatGPT oder Gemini zur Produktrecherche - über ein Drittel davon sogar häufiger als klassische Suchmaschinen. Knapp zwei Drittel können sich vorstellen, künftig einen KI-Shoppingagenten zu verwenden.

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Besonders attraktiv ist für viele die Aussicht auf Zeitersparnis und bessere Empfehlungen: Zwei Drittel der Befragten schätzen genau diese Vorteile, fast die Hälfte erhofft sich bessere Preise. Sechs von zehn Befragten greifen auf KI-Tools zurück, wenn sie sich nicht durch zahlreiche Webseiten klicken wollen oder nach Produkten für spezifische Bedürfnisse suchen.

Vertrauen bleibt die größte Hürde

Trotz wachsender Offenheit bleibt die Zurückhaltung groß, wenn es um autonome Kaufabschlüsse geht: Nur neun Prozent würden einer KI das Bezahlen überlassen. Fehlendes Vertrauen (36 Prozent) und Datenschutzbedenken (21 Prozent) gelten als Hauptgründe.

Dabei zeigt sich: Je komplexer oder teurer ein Produkt, desto eher ziehen KonsumentInnen KI-Unterstützung hinzu. Besonders gut vorstellbar ist die Nutzung bei Reiseplanung, Modekauf oder Preisvergleichen.

"Hier bahnt sich eine Neuformierung des E-Commerce mit disruptivem Charakter an", sagt Ralf Deckers, Bereichsleiter Strategic Insights & Analytics beim ECC Köln. Systeme wie ChatGPT oder Gemini könnten künftig die Produktsuche selbst übernehmen und den Kauf direkt abschließen. Dadurch drohe Online-Shops die Rolle von "digitalen Regalflächen", die KundInnen nur noch über KI-Agenten betreten.
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