Jetzt zum Webinar anmelden
Agenturwert berechnen
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Analyse: Wenn das Endgerät im Internet der Dinge verschwindet
15.05.2015 Smartphones, Smartwatches und Desktop-Monitore sind die Monokel der Neuzeit: Ebenso nützliche wie langfristig überflüssige Endgeräte. Denn das Internet der Dinge und die Granularisierung der Welt sorgen für einen Paradigmenwechsel in der Computernutzung.
1. Alles wird KLEINER
Wenn man Agenturen nach der Zukunft fragt - oder Consulants oder andere Digitalexperten, dann sprechen sie über die mobile Zukunft. Oder über Smartwatches. Oder über Smartglasses. Auf jeden Fall über Endgeräte, die irgendwie mit einem Bildschirm ausgestattet sind, die der Nutzer anschaut und dann darauf reagiert, indem er direkt oder indirekt auf Vorgefertigtes deutet oder in ein Mikrofon spricht und damit seine digitale Welt steuert.Die IT-Dinosaurier der Vergangenheit ("Mainframe") sind längst ersetzt worden durch PCs, die zurzeit ersetzt werden durch Tablets, Cloud Computing und intelligente Mobiltelefone. Und in Zukunft steckt die Intelligenz noch weiter in der Peripherie unten. Sie wird in dem intelligenten Herd stecken, in der intelligenten Tapete oder der intelligenten Milchverpackung. Die Folge ist: Das Endgerät verschwindet - oder entwickelt sich in eine Richtung, dass es als 'Gerät' nicht mehr zu erkennen ist.
2. Alles wird MEHR
Marktforscher rechnen für das Jahr 2019 mit 33 Milliarden Endgeräten, die per Internet Daten absondern - zwei Drittel davon über das Internet der Dinge, aber auch Connected Cars, Wearables sowie Smart-TVs, Tablets, Smartphones und PCs. Das bedeutet, dass rechnerisch auf jeden Menschen dieser Erde fünf Internet-Geräte kommen - Säuglinge und Urwaldbewohner eingerechnet. Das führt zu einem exponentiellen Wachstum bei Sensor-Daten, Verknüpfungen und Informationsaufkommen.3. Alles wird SCHNELLER
Schnellere Rechnersysteme und wachsendes Datenaufkommen in Kombination mit steigender Vernetzung verwandeln komplizierte Systeme in komplexe Systeme und diese dann zwangsläufig in chaotische Systeme mit sehr dynamischen Beziehungen, ohne erkennbare Muster und erkennbare Ursache/Wirkung-Zusammenhänge.4. Alles wird KOMPLIZIERTER
Denn diese Entwicklung ist längst nicht mehr auf die Software beschränkt. Selbstlernende Experten- und Assistenzsysteme, die wiederum selber mit der realen Welt interagieren können - Roboter - sind bereits in der Entwicklung beziehungsweise auf dem Markt. Der Rasenmähroboter und der selbstfahrende Truck sind der Anfang, Pflegeroboter und Robot-Soldaten die wahrscheinliche Fortsetzung.5. Gehe zu 1.
Der Gedanke hinter dem Begriff der 'Digitalen Transformation' ist ja der der Transformation von der Raupe zum Schmetterling: Sie sei irgendwann abgeschlossen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die digitale Evolution hört nicht auf - es sei denn, die Menschen beschließen es - wovon aber nicht auszugehen ist. Deswegen wird sich die Miniaturisierung der Intelligenz fortsetzen - bis auf die Ebene der Nanotechnik. Die Komplexität und die Vernetzung wird zunehmen. Und mit ihr die Probleme der Sicherheit, der Beherrschbarkeit und der Überschaubarkeit.Ich glaube, die Science-Fiction-Autoren irren sich. Sie haben zu konservativ gedacht.
