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Werbung auf dem Second Screen muss zum Medium passen
09.03.2018 In Deutschland nutzt jeder Zweite (53 Prozent) drei oder mehr vernetzte Geräte, davon immer öfter mehrere zeitgleich. So nutzen 36 Prozent der Deutschen regelmäßig auch andere Geräte, während sie fernsehen. Für Werbung ist entscheidend, dass sie mit dem jeweiligen Kanal abgestimmt ist, um vertrauenswürdig zu sein.
Das Online-Unternehmen Oath hat in einer Online-Befragung jeweils 2.000 Teilnehmer aus Deutschland und UK befragt. Zusätzlich zur Befragung werteten Forscher mittels neurowissenschaftliche Studie die Ergebnisse hinsichtlich der Werbewirkungsfaktoren aus. Hierfür wurden mit Hilfe der Elektroenzephalografie (EEG) bei 900 Testteilnehmern (600 aus UK, 300 aus Deutschland) die Aktivität des Gehirns während der Rezeption von digitaler Werbung auf unterschiedlichen Endgeräten erfasst und ausgewertet.
Die EEG-Untersuchungen der deutschen Studienteilnehmer zeigen, dass die Wahl des Bildschirms eine ebenso emotionale wie rationale Entscheidung ist - letztendlich spiegelt sie immer ein Bedürfnis des Verbrauchers wider. Während Smartphones für Nutzer als flexibel, bequem und persönlich gelten, nehmen sie Laptops als informativ, verlässlich und vertrauenswürdig war.
Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass Content, damit er bei potenziellen Kunden ankommt und im Gedächtnis bleibt, auf die Erwartungshaltung an den jeweiligen Screen angepasst sein muss. So sollte etwa der Platz, den große Bildschirme bieten, visuell gut ausgenutzt werden. Das Storytelling sollte im Vergleich zu einem Mobile-Bildschirm nicht zu leicht verdaulich sein - und stattdessen die Nutzer visuell herausfordern. Emotionale Anker, zentrale Figuren und eine klare Bildsprache trugen zum Vertrauensfaktor bei.
