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E-Learning: Die Digitale Infrastruktur ist so marode wie die Gebäude

14.09.2021 Sieben von zehn Kommunen einen großen Bedarf an Investitionen in Digitalisierungsmaßnahmen in Schulgebäuden. Nur vier Prozent der Kommunen gehen dabei davon aus, dass dieser Investitionsbedarf einmaliger Natur ist und in Zukunft wieder abnehmen wird, 96 Prozent erwarten hingegen einen dauerhaften Bedarf. Zudem stimmen 93 Prozent der Aussage zu, dass die Ausgaben in Zukunft sogar steigen werden.

Internetanschluss einer deutschen Schule (Bild: MIH83 / Pixabay)
Bild: MIH83 / Pixabay
Internetanschluss einer deutschen Schule
Das zeigt eine Sonderbefragung des Deutschen Instituts für Urbanistik zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser . Investitionen in die Digitalisierung bilden damit zusammen mit baulichen Maßnahmen an den Schulgebäuden (ebenfalls 72 Prozent) die Bereiche im Schulsektor, in dem die Kommunen den höchsten Investitionsbedarf sehen.

Viele Digitalisierungsmaßnahmen haben Schulträger zu Beginn des neuen Schuljahrs 2021/22 bereits initiiert oder umgesetzt: Ganz vorn liegt dabei die Beschaffung von Endgeräten, wie Tabletts und Notebooks (78 Prozent), gefolgt von der Installation von W-LAN (73 Prozent) und der Anschaffung von Präsentationstechnik wie Beamer, White- oder Smartboards (67 Prozent). Der größte Handlungsbedarf besteht aktuell bei Lernplattformen und Cloudlösungen, um den digitalen Unterricht zu erleichtern. Hier sind bisher 46 Prozent der Kommunen aktiv geworden, rund 38 Prozent haben weitere Maßnahmen geplant und rund 17 Prozent sehen den Bedarf, haben jedoch noch nicht mit der Planung begonnen.

Die Finanzierung digitaler Maßnahmen für Schulen wird Kommunen nicht nur angesichts der Einnahmeausfälle aufgrund der Corona-Krise fordern: So geht jede dritte Kommune (34 Prozent) davon aus, dass die Prioritäten in ihrem Haushalt zugunsten der Schuldigitalisierung verschoben werden müssen.

Neben der Finanzierung sind vor allem die begrenzten personellen Kapazitäten ein wesentliches Hindernis für eine schnelle Digitalisierung. Der Mangel an qualifiziertem Personal für die Verwaltung wird in der Befragung von 74 Prozent der Kommunen als einer der zentralen Gründe genannt, der sich hemmend bei der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen in den Schulen auswirkt. Die personellen Kapazitäten sind dabei nicht nur bei der Beschaffung, sondern auch bei der Wartung der IT-Ausstattung ein wichtiger Aspekt für die Schulträger. In 67 Prozent der antwortenden Kommunen wird dies durch kommunales IT-Fachpersonal, in 57 Prozent der Städte und Gemeinden durch externe Dienstleister erledigt. Allerdings werden noch immer in 49 Prozent der Kommunen die IT-Anlagen auch durch einzelne LehrerIinnen betreut.

Als Schulträger sind die Kommunen für die bauliche Ausstattung der meisten der rund 40.000 allgemein- und berufsbildenden Schulen in Deutschland zuständig.


Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat im Auftrag der KfW zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser im Mai 2021 insgesamt 266 Städte, Gemeinden und Landkreise befragt. Die Ergebnisse sind damit nicht bundesweit repräsentativ, vermitteln laut Studienautoren jedoch einen belastbaren Eindruck der kommunalen Wahrnehmung.

(AutorIn: Sebastian Halm )

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