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Gartenmarkt: Wieder Rekordjahr und steigender E-Commerce

22.04.2022 Der deutsche Gartenmarkt konnte 2021 überraschend erfolgreich abschließen - das zeigen die neuen Daten des IFH KÖLN, die dem Gesamtmarkt einen Zuwachs von 2,7 Prozent attestieren und somit ein Gesamtvolumen von 21,4 Milliarden Euro im Jahr 2021 beziffern.

 (Bild: Markus Howest)
Bild: Markus Howest
­2021 hat den Rekordumsatz des Gartenmarktes im ersten Pandemiejahr übertroffen. Lange Zeit war zu erwarten, dass das Rekordniveau des Jahres 2020 nicht mehr zu überbieten sei, aber die neuen 'Markt- und Distributionsdaten Garten' des IFH KÖLN   in Zusammenarbeit mit dem Industrieverband Garten (IVG)   zeigen: Die auch im Jahr 2021 anhaltende Sonderkonjunktur aufgrund der Coronapandemie verschaffte dem Markt abermals einen Zuwachs von 2,7 Prozent. Damit beläuft sich das Marktvolumen nun auf 21,4 Milliarden Euro (zu Endverbraucherpreisen). Aber nicht nur die Coronapandemie hat dem Markt zu seiner überraschenden Entwicklung verholfen; hinzu kamen wie in vielen Branchen deutliche Preissteigerungen, ohne die der Markt 2021 wohl mit einem Minus von rund zwei Prozent abgeschlossen hätte.

VerbraucherInnen investieren in ihr "Wohnzimmer im Freien"

Ein Blick auf die Warengruppen offenbart die Gewinner im Gartenmarkt: So haben insbesondere die Segmente Gartenausstattung, Holz im Garten (Spielgeräte, Boden-Konstruktionshölzer, Zäune/Sichtschutz, Gartenhäuser, Carports, Sonstige) sowie Grün Outdoor (Pflanzen für draußen) an Bedeutung gewonnen, also jene Bereiche, die dem heimischen Garten mehr Gemütlichkeit und eine ansprechendere Optik geben. Aber auch die Warengruppe Indoorpflanzen können einen überraschend starken Zuwachs verbuchen, der jedoch weniger in einem Mengenzuwachs, sondern vielmehr in den sichtbar gestiegenen Preisen zu begründen ist.

"Die klimatische Komponente - normalerweise Einflussfaktor Nummer Eins für den Gartenmarkt - stand auch 2021 wieder im Schatten der coronabedingten Sonderkonjunktur. Die veränderten Rahmenbedingungen haben dabei nicht nur zu leichten Verschiebungen in den Warengruppen geführt, sondern auch die Rolle des Onlinehandels im Gesamtmarkt weiter gestärkt", erläutert Christian Lerch, Senior Consultant am IFH KÖLN.

Steigende Bedeutung des Onlinehandels

Während der für den Gesamtmarkt wichtigste Distributionsweg, die Bau- und Heimwerkermärkte, nach dem Rekordplus von 17 Prozent im Jahr 2020 im Folgejahr einen Umsatzrückgang von knapp sieben Prozent zu beklagen hatte, konnte das zweitwichtigste Vertriebsformat, der Gartenfachhandel, seinen Abwärtstrend - zumindest temporär - stoppen. Zugleich schreitet der Onlineshift auch in dieser Branche weiter voran. So hat der Onlinekanal nicht nur innerhalb der letzten beiden Jahre die höchsten Wachstumsraten vorzuweisen, sondern konnte seinen Marktanteil 2021 auf 7,5 Prozent steigern. Ein Wert, der über die Bedeutung des Onlinehandels in einzelnen Warengruppen hinwegtäuscht, denn: Insbesondere bei Garten- und Balkonmöbeln nähert sich der Marktanteil online sogar der 30-Prozent-Marke.

(Grafik: IFH Köln)
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