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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
AI-Adaption: Deutsche Firmen wollen wissen, wozu KI taugt
20.02.2026 Für viele IT-Verantwortliche in Deutschland wird Künstliche Intelligenz in den kommenden zwei Jahren zur Bewährungsprobe.
Zwischen dem 11. Dezember 2025 und dem 7. Januar 2026 wurden weltweit 600 Chief Information Officers in großen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen US-Dollar befragt, darunter 75 aus Deutschland. Die Untersuchung zeichnet einen deutlichen Rollenwandel nach: Weg vom klassischen Treiber der digitalen Transformation, hin zu einer stärkeren Verantwortung für Rechenschaft und interne Aufsicht. Damit, so die Studie, gehe das Zeitalter des traditionellen Chief Information Officers zu Ende und das des "AI Accountability Officers" beginne.
In Deutschland wird häufiger gefragt: Wieso eigentlich KI?
Künstliche Intelligenz entscheidet 2026 über den Erfolg oder Misserfolg zahlreicher Karrieren in der IT-Führung. Im internationalen Vergleich stehen in Deutschland insbesondere Kapitalrendite und Verantwortlichkeit im Fokus. 19 Prozent der deutschen Befragten berichten, dass sie ihren Vorstand mehrmals pro Monat über Fortschritte oder Leistungen im Bereich Künstliche Intelligenz informieren müssen. Weltweit liegt dieser Wert bei 12 Prozent. Weitere 37 Prozent berichten einmal monatlich, weltweit sind es 34 Prozent.Dieser hohe Legitimationsdruck kann Innovationen bremsen, befürchtet die Studie - eine alternative, von iBusiness vorgeschlagene Lesart wäre, dass dies aber auch unnötige KI-Investitionen ohne messbaren ROI und komplizierte Schatten-ITs verhindern kann.
91 Prozent der deutschen Chief Information Officers geben an, dass Lücken bei der Erklärbarkeit von KI-Systemen Projekte verzögert oder sogar gestoppt haben. Zugleich zeigt sich eine gewisse Selbstkritik: 77 Prozent bereuen rückblickend auf die vergangenen 18 Monate mindestens eine wichtige Entscheidung bei der Auswahl eines KI-Anbieters oder einer KI-Plattform. Weltweit sagen das 74 Prozent.
Neun von zehn CIOs nutzen KI-Agenten nicht im operativen Geschäft
Beim Einsatz sogenannter KI-Agenten zeigt sich Deutschland vergleichsweise vorsichtig. Nur 17 Prozent der deutschen Chief Information Officers geben an, dass KI-Agenten als operative Grundlage für viele geschäftskritische Arbeitsabläufe dienen. Weltweit liegt der Anteil bei 25 Prozent. 21 Prozent nutzen KI-Agenten ausschließlich in einer experimentellen Phase, weltweit sind es 13 Prozent. 60 Prozent sehen KI-Agenten immerhin in einige geschäftskritische Abläufe eingebettet, weltweit sind es 62 Prozent.Auch bei der Überwachung bestehen Lücken: Lediglich 23 Prozent der deutschen Befragten können nach eigenen Angaben sämtliche produktiv eingesetzten KI-Agenten in Echtzeit überwachen. Das deutet darauf hin, dass "experimentell" in Deutschland häufig eher "noch nicht vollständig geregelt" als "ungenutzt" bedeutet.
Gleichzeitig nehmen deutsche Unternehmen bei Governance-Strukturen und Leistungskennzahlen eine Vorreiterrolle ein. 25 Prozent der deutschen Chief Information Officers verfügen bereits zu Beginn eines KI-Projekts über klar definierte Leistungsmetriken. Weltweit sind es 19 Prozent. Dadurch lassen sich Projekterfolge von Anfang an transparenter messen. Zudem sind Verfahren mit menschlicher Einbindung zur Überprüfung, Korrektur und Eskalation vollständig oder zumindest teilweise in allen befragten deutschen Unternehmen dokumentiert. 35 Prozent der Chief Information Officers in Deutschland können mehr als die Hälfte ihrer KI-Initiativen mit messbaren Kosteneinsparungen oder Umsatzsteigerungen verknüpfen. Weltweit liegt dieser Wert bei 39 Prozent.
"Chief Information Officers vollziehen den Wechsel von der Experimentierphase hin zur Rechenschaftspflicht schneller als von den meisten Unternehmen erwartet", sagt Florian Douetteau, Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender von Dataiku. "Der Druck ist real und der Zeitplan eng, aber es gibt einen Weg zum Erfolg. Dieser begünstigt Chief Information Officers, die jetzt entschlossen handeln und KI-Systeme aufbauen, die sie erklären, steuern und vertreten können. Sie übernehmen damit selbst die Verantwortung, ohne dass ihnen die Rechenschaftspflicht auferlegt wird."
Die Online-Befragung wurde von Harris Poll im Auftrag von Dataiku durchgeführt. Insgesamt nahmen 600 Chief Information Officers aus den Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Australien, Japan, Südkorea und Singapur teil. Alle
