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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
Machtlose Manager: Unternehmen schaffen KI-Stellen ohne Befugnisse
12.05.2026 Der Mittelstand will KI vorantreiben, doch viele Verantwortliche haben nicht die nötige Entscheidungsmacht.
52 Prozent der Befragten beschreiben sich als gesamtverantwortlich für KI im Unternehmen, 59 Prozent verfügen über ein eigenes KI-Budget. Dennoch fehle häufig ein formales Mandat, um über Prioritäten, Datenzugang oder Governance verbindlich zu entscheiden.
KI wird oft zum Zusatzjob
55 Prozent der KI-Verantwortlichen arbeiten strategisch steuernd, 42 Prozent davon zugleich operativ umsetzend. Laut Studie entsteht dadurch eine Rolle, die Strategie, Umsetzung, Koordination und interne Übersetzungsarbeit verbindet, ohne immer mit den passenden Befugnissen ausgestattet zu sein.
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Jetzt Mitglied werden"Viele Unternehmen haben verstanden, dass KI relevant ist. Aber Relevanz ersetzt kein Mandat", sagt Armin Noack , Head of AI Transformation bei NEXperts. Unklare Entscheidungsrechte könnten KI schnell zum Zusatzjob machen. Die größten Unklarheiten sehen jeweils 26 Prozent der Befragten bei der Identifikation und Bewertung neuer KI-Ideen sowie bei Datenzugang und Datenfreigabe. 23 Prozent nennen ungeklärte Verantwortlichkeiten zwischen Fachbereichen, IT und Management.
Auch kulturell bleibt KI in vielen Unternehmen ein Führungsthema: 27 Prozent der Befragten sehen die größte Hürde darin, dass KI weiterhin vor allem als IT-Thema verstanden wird. Widerstände entstünden laut Studie häufig im mittleren Management und in Führungsetagen.
Die organisatorische KI-Reife misst die Studie anhand von vier Indizes. Am höchsten liegt der Vision Clarity Index mit 4,57 von sechs Punkten. Es folgen der Change Maturity Index mit 4,45, der Governance and Guidance Index mit 4,44 und der Value Driven Index mit 4,43. Die Werte deuten laut NEXperts darauf hin, dass viele Unternehmen ihre KI-Ziele kennen, organisatorisch aber noch nicht ausreichend aufgestellt sind.
