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IDC Branchenstudie: IT-Ausgaben und Investitionsbereitschaft ziehen an

28.09.2010 Die deutsche Wirtschaft ist laut statistischem Bundesamt im zweiten Quartal 2010 um 2,2 Prozent und damit so gut wie schon seit zwei Jahrzehnten nicht mehr gewachsen. Wie sich diese Entwicklung auf die IT-Industrie auswirkt, zeigt die aktuelle Untersuchung von IDC 'Der IT-Markt in Deutschland nach Branchen, 2009-2014'.

Die Investitionsbereitschaft der IT-Unternehmen ist laut der IDC-Analyse   'Der IT-Markt in Deutschland nach Branchen, 2009-2014' gestiegen und wird laut IDC-Prognose in den nächsten Monaten zu einer weiteren Belebung des IT-Marktes führen. "Allerdings ist zu beobachten, dass sich nicht alle Branchen gleich entwickeln. Vorerst schwach bleibt beispielsweise die Lage bei den Finanzdienstleistern und im Handel", stellt Joachim Benner, Research Analyst bei IDC, fest. Hier sollen die IT-Ausgaben nur langsam steigen.

Positiv ist hingegen das Umfeld in den exportlastigen Wirtschaftszweigen, die von der steigenden Auslandsnachfrage der vergangenen Monate profitiert haben. Besonders die IT-Ausgaben im Gesundheitswesen werden in diesem Jahr kräftig zulegen. Zum Jahresende hin springt aber auch in den meisten anderen Industriezweigen der IT-Markt wieder an. Insgesamt jedoch stagnieren die Ausgaben der Unternehmen in IT in diesem Jahr.

In den folgenden Jahren, wenn sich der konjunkturelle Aufschwung weiter festigt, werden auch die Ausgaben der Unternehmen für IT zunehmend an Fahrt gewinnen. Im größten vertikalen IT-Markt, dem verarbeitenden Gewerbe, ist im kommenden Jahr mit einem Anstieg um 2,9 Prozent zu rechnen. Hier führte die sehr günstige Entwicklung in den vergangenen Monaten zu einer höheren Investitionsbereitschaft. Positive Impulse kommen aber auch von Seiten der Energieversorger, die etwa in den Ausbau und die Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur investieren. Besonders kräftig wird sich das Wachstum im Gesundheitswesen und in der öffentlichen Verwaltung gestalten. Gerade in diesen Branchen wird zunehmend in IT investiert, um Prozesse effizienter und kostengünstiger zu gestalten.

Diese unterschiedliche Branchenentwicklung zeigt sich sehr deutlich an dem von IDC erstellten 'Branchen Leadership Grid' . Die horizontale Achse veranschaulicht die Größe und Struktur einer Branche, die vertikale Achse die derzeitige Dynamik. Die öffentliche Verwaltung und das Gesundheitswesen sind derzeit die attraktivsten Branchen für IT-Anbieter. Die Fertiger gewinnen, in Folge der konjunkturellen Belebung, wieder besonders stark an Bedeutung. Auch die Energieversorger sind - trotz der relativ geringen Größe dieses Marktes - durchaus interessant für die Anbieter von IT. Die Banken weisen hingegen momentan noch eine geringe Dynamik aus, haben aber gegenüber dem Vorjahr an Stellenwert gewonnen.

Alles in allem werden die IT-Ausgaben der Unternehmen zwischen 2009 und 2014 mit einer annualisierten Rate von 2,6 Prozent expandieren. Damit bleibt das Wachstum hinter dem des zurückliegenden Aufschwungs zurück. Zum Ende des Prognosezeitraums wird der IT-Markt ein Volumen von gut 59 Milliarden Euro erreichen.

 (Bild: IDC)
Bild: IDC

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