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Erotik-Branche: Mit Paid Content gegen Youporn und 'Social Porno'
16.10.2009 In der Online-Erotikbranche herrscht weiterhin Optimismus im Hinblick auf die langfristigen wirtschaftlichen Perspektiven. Auf die Konkurrenz durch kostenlose Exhibitionisten-Sites, Social Porno und ausländische Wettbewerber wollen die Unternehmen reagieren. Die Strategien enthüllt eine Umfrage.
Demnach sieht fast die Hälfte der Manager (47,2 Prozent) weiterhin gute oder sehr gute wirtschaftliche Perspektiven für die Online-Erotikbranche. 30,2 Prozent erwarten gleichbleibende Bedingungen, lediglich ein Fünftel der Befragten zeigt sich skeptisch (22,7 Prozent). Der Vergleich mit den Vorjahreswerten deutet zwar auf eine leichte Ernüchterung der Branchenstimmung hin, gleichzeitig wird deutlich, dass sich die Online-Erotikanbieter mit ihren Geschäftsmodellen für die Zukunft gut aufgestellt sehen. Diese Tendenz spiegelt sich auch in den Umsatzprognosen wieder: 29,4 Prozent der Teilnehmer sagen für die Online-Erotikbranche ein Umsatzplus zwischen 1 und 10 Prozent innerhalb der nächsten zwölf Monate voraus, 5,9 Prozent halten sogar ein Wachstum von mehr als 10 Prozent für möglich. Jeder Vierte (25,5 Prozent) erwartet eine gleichbleibende Umsatzentwicklung auf dem heutigen hohen Niveau.
In dieses Bild passt auch die Aussage von gut zwei Dritteln der Befragten, dass "sich mit Blick auf die nächsten drei bis fünf Jahre gut bis sehr gut Geld mit Online-Erotik verdienen lässt". Hier herrscht die Überzeugung vor, dass eine breite Masse von Nutzern auch langfristig bereit ist, Geld für legal und sicher erworbene erotische Inhalte auszugeben.
Aber: Die größte Herausforderung, der sich die Branche zu stellen hat, ist der Wettbewerb mit den ausländischen Tube-Sites. Das Problem wurde aber offenbar von weiten Teilen der Branche erkannt, eine Qualifizierungsstrategie ist aus Sicht der Experten darauf die beste Antwort. So nennen sie einen zuverlässigen, einwandfreien Service mit großem Abstand als wichtigsten Schlüssel zum Erfolg, gefolgt von einer hohen Qualität möglichst exklusiver Inhalte. Als ähnlich wichtig wird eine hochwertige Gestaltung des Angebots eingestuft.
Außerdem setzt die Branche, die ihren Erfolg im Internet ihrer Innovationskraft zu verdanken hat, auch weiterhin auf technische Neuerungen. So ist das mobile Internet das Zukunftsthema überhaupt - die meisten Befragten (62,7 Prozent) knüpfen große Erwartungen an neue Geschäftsmodelle und Produkte für Smartphones. User Generated Content wird ähnlich wie im Vorjahr als ein weiterer, zunehmend wirtschaftlich bedeutender Trend gehandelt. Besonders weit sind auch Social Media-Angebote auf der Agenda der Manager nach oben gerückt: Communities und Foren werden nach ihrer Auffassung in Zukunft eine noch größere Rolle in der Erotikbranche spielen. Das gilt auch für Video-on-Demand, das in Verbindung mit der HD- und IPTV-Technologie auch langfristig für Wachstumsimpulse sorgen soll.
