Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Zahlungsmoral der Konsumenten bleibt hoch - trotz steigender Zukunftsängste

02.03.2021 Die Zukunftsängste junger Erwachsener nehmen zu. Auch einkommensschwache Haushalte fürchten verstärkt finanzielle Einbußen aufgrund der Corona-Pandemie. Größere Anschaffungen werden von vielen Deutschen deshalb verschoben.

 (Bild: Photo by Morning Brew on Unsplash)
Bild: Photo by Morning Brew on Unsplash
Junge Menschen und einkommensschwache Haushalte leiden aktuell besonders unter der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Auswirkungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Verbraucherumfrage im Auftrag der Schufa Holding AG  . Demnach blickt 51 Prozent der 18- bis 25-Jährigen sorgenvoll oder mit großer Angst in die Zukunft. Dies ist eine Steigerung gegenüber der Befragung im November 2020, da lag ihr Anteil bei 39 Prozent. In der Gesamtbevölkerung beträgt dieser Wert unverändert rund 50 Prozent - allerdings haben einkommensschwache Haushalte mit einem Nettoeinkommen bis unter 2.000 Euro wesentlich mehr Zukunftsängste (64 Prozent) als Haushalte mit einem Einkommen über 4.000 Euro (35 Prozent).

"Die deutschen Verbraucher kommen insgesamt wirtschaftlich noch gut durch die Corona-Krise: Der eigene Arbeitsplatz wird als überwiegend sicher eingeschätzt und die finanzielle Situation der meisten Haushalte hat sich nicht verschlechtert", erklärt Dr. Ole Schröder, Vorstandsmitglied der Schufa Holding AG. Auch Daten der Wirtschaftsauskunftei zum Kreditverhalten der Menschen in Deutschland zeigten noch keine Zunahme von Zahlungsverzögerungen. "Dennoch hinterlässt Corona Spuren in der Bevölkerung - vor allem junge Erwachsene und einkommensschwache Haushalte haben finanzielle Sorgen", so Schröder.
Jüngere haben mehr Zukunftsängste.
Jüngere haben mehr Zukunftsängste. (Grafik: SCHUFA Holding)

Angst vor finanziellen Verlusten

So sind junge Menschen häufiger von Einkommenseinbußen im Zuge der Corona-Pandemie betroffen. 49 Prozent der befragten 18- bis 25-Jährigen geben an, Verluste beim Einkommen zu haben, in der Gesamtbevölkerung liegt dieser Anteil bei 38 Prozent. Und 46 Prozent der Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 2.000 Euro hat Sorge, in den kommenden sechs Monaten finanzielle Verluste zu erleiden, vor allem, wenn der Lockdown verlängert wird. Unter den Haushalten mit einem Nettoeinkommen über 4.000 Euro befürchten dies nur 31 Prozent.
Mehr Zukunftsängste bei einkommensschwachen Haushalten.
Mehr Zukunftsängste bei einkommensschwachen Haushalten. (Grafik: SCHUFA Holding)

Jünger Käufere haben weniger Geld zur Verfügung.
Jünger Käufere haben weniger Geld zur Verfügung. (Grafik: SCHUFA Holding)

Kreditnehmer setzten auf Entgegenkommen der Bank

Gut ein Viertel (28 Prozent) der Befragten mit einem Kredit geht davon aus, in den nächsten sechs Monaten Bedarf nach Anpassungen bestehender Kreditverpflichtungen zu haben. Die Umfrage zeigt aber gleichzeitig, dass die Verbraucher in der Krise ihrer Bank vertrauen. Über 50 Prozent der Befragten gaben an, dass sie auf das Entgegenkommen ihrer Bank setzen würden, sofern sie aufgrund der Corona-Pandemie Schwierigkeiten bei der Bedienung ihrer Kreditverpflichtungen hätten.
Viele Deutschen haben Schwierigkeiten, ihre Kredite zu bedienen.
Viele Deutschen haben Schwierigkeiten, ihre Kredite zu bedienen. (Grafik: SCHUFA Holding)

Corona beeinflusst Finanz- und Konsumverhalten

In der aktuellen wirtschaftlichen Situation verschieben immer mehr Verbraucher größere Anschaffungen (aktuell 39 Prozent gegenüber 33 Prozent im November 2020). Gut ein Viertel (28 Prozent) muss auf Ersparnisse zurückzugreifen. Allerdings zeigen sich hier große Unterschiede zwischen den Einkommensgruppen: Haushalte mit einem Nettoeinkommen bis unter 2.000 Euro haben sehr viel häufiger Rücklagen genutzt (36 Prozent) oder geplante Anschaffungen verschoben (47 Prozent) als die Einkommensgruppe über 4.000 Euro. In dieser Personengruppe waren nur 14 Prozent auf Ersparnisse angewiesen und 28 Prozent haben geplante Anschaffungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Viele Konsumenten verschieben größere Anschaffungen.
Viele Konsumenten verschieben größere Anschaffungen. (Grafik: SCHUFA Holding)

Weniger Angst vor Arbeitsplatzverlust.
Weniger Angst vor Arbeitsplatzverlust. (Grafik: SCHUFA Holding)

"Wir sehen, dass in der Corona-Krise eine soziale Schere aufgeht: Einkommensschwache Haushalte haben nicht nur größere Zukunftssorgen und Angst vor finanziellen Verlusten als einkommensstarke Haushalte. Sie müssen auch sehr viel häufiger auf Rücklagen zugreifen oder größere Ausgaben zurückstellen. Trotz der angespannten finanziellen Lage bei Teilen der Bevölkerung verzeichnet die SCHUFA allerdings weiterhin eine sehr hohe Zahlungsmoral in Deutschland. Wir erkennen keine erhöhte Anzahl von Zahlungsausfällen oder Störungen im Kreditgeschäft. Das ist ein starkes Signal der Verbraucher für Stabilität und Vertrauen in die Wirtschaft", sagt Schröder.

Corona-Maßnahmen werden befürwortet - Impfbereitschaft hoch

Die Umfrage zeigt außerdem, dass die Verbraucher in Deutschland trotz der teils massiven Einschnitte die Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiter befürworten: 63 Prozent der Befragten geben an, dass sie die Maßnahmen der Bundesregierung für angemessen halten. Allerdings steigt der Wunsch nach Lockerungen, um wirtschaftliche Auswirkungen gering zu halten (von 45 Prozent im September 2020 auf aktuell 59 Prozent). 69 Prozent der Befragt geben zudem an, sich sobald wie möglich impfen lassen zu wollen, bei den 18- bis 25-Jährigen ist diese Impfbereitschaft mit 56 Prozent geringer. Uneinigkeit herrscht darüber, ob es für Geimpfte Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben sollte: Etwa die Hälfte (45 Prozent) spricht sich dafür aus.
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema:
Experten-Profile Genannte Personen: