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Big Data

Öffentlicher Sektor hat großen Nachholbedarf bei Digitalisierung

31.08.2020 Gerade im öffentlichen Sektor gibt es aus Sicht von Führungskräften erheblichen Nachholbedarf beim Thema Digitalisierung in Deutschland, nicht zuletzt bei der Nutzung von Big Data für die Corona-Bekämpfung.

 (Bild: Karolina Grabowska auf Pixabay)
Bild: Karolina Grabowska auf Pixabay
Eine repräsentative Umfrage des IfD Allensbach   in Kooperation mit dem European Center for Digital Competitiveness   unter rund 500 Top-Führungskräften aus Wirtschaft und Politik hat ergeben, dass 92 Prozent der Befragten als Folge der Corona-Krise einen Digitalisierungsschub für Deutschland erwarten. Den größten digitalen Nachholbedarf sehen die Befragten im öffentlichen Bereich. Dieser ist nach Ansicht der Spitzen aus Politik und Wirtschaft bei Schulen (81 Prozent), der öffentlichen Verwaltung (79 Prozent), Hochschulen (42 Prozent) und dem Gesundheitswesen (40 Prozent) am größten. Im Vergleich hierzu schneiden Unternehmen aus Dienstleistung und Industrie mit 27 Prozent und beziehungsweise 22 Prozent noch tendenziell gut ab. Trotz der Diskussion um 5G, die die öffentliche Debatte um Digitalisierung in Deutschland stark geprägt hat, sehen beim Thema Netzausbau nur 3 Prozent der Top-Führungskräfte einen Nachholbedarf in Deutschland.

Wer Nachholbedarf bei der Digitalisierung hat
Wer Nachholbedarf bei der Digitalisierung hat (Grafik: obs/ESCP Berlin)


Nutzung von Big Data für Corona-Bekämpfung sinnvoll, auch gemeinsam mit den USA

Verfügt die Politik über hinreichend Daten für die Beurteilung der Corona-Lage? Und sollten neueste Big Data basierte Methoden verwendet werden? Hier sind sich die befragten Top-Führungskräfte uneins. Bei der Beurteilung der Datenbasis für die Entscheidungen der Politik im Hinblick auf Corona würden sich 49 Prozent der Befragten eine stärkere Nutzung von Big Data Lösung wünschen, 48 Prozent der Top-Führungskräfte sind der Meinung, dass die Daten des Robert Koch-Instituts und der John-Hopkins-Universität zur Beurteilung der Lage ausreichend waren.

Eine Zusammenarbeit mit den USA im Bereich Big Data scheint aus Sicht der Befragten sinnvoll. Eine breite Mehrheit spricht sich für einen Austausch mit US-amerikanischen Unternehmen aus. 42 Prozent der Befragten halten einen solchen Austausch im Bereich Big Data grundsätzlich für sinnvoll, 25 Prozent tun dies in Ausnahmefällen. Nur 22 Prozent der Top-Führungskräfte halten generell eine Zusammenarbeit nur mit europäischen Anbietern für sinnvoll.
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