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Projektmarkt: Entwicklung trotz rückläufiger Tendenz für Freiberufler positiv

von steiger_2

30.08.2018 Dank guter Auslastung und steigenden Stundensätzen sind Freiberufler, trotz höherem Akquise-Aufwand, zufrieden mit der Marktentwicklung, wie die Solomon-Marktstudie 'Zwischenbilanz Projektmarkt 2018'   ergibt.

 (Bild: jarmoluk/Pixabay)
Bild: jarmoluk/Pixabay
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Projektmarkt für die befragten Freiberufler in einigen Bereichen leicht rückläufig, befindet sich allerdings noch immer auf hohem Niveau. So haben sich zwar die Werte für eine Vollauslastung erhöht, im Umkehrschluss gaben mehr Freiberufler an, nur sehr wenig Aufträge zu haben, abgenommen hat die mittlere Auslastung.

Auslastung mit Projektgeschäften

Noch immer braucht ein sehr hoher Anteil der Umfrageteilnehmer nur sehr wenige Vorstellungstermine, um an eine Beauftragung zu kommen, allerdings ist dieser Wert ebenfalls rückläufig. Zudem gaben in diesem Jahr mehr Umfrageteilnehmer an, momentan in keinem Projekt zu sein. Gegen den eher negativen Trend der ersten drei Fragen spricht jedoch, dass die Stundensätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum für die Mehrheit der Befragten gestiegen sind.

Zusammengenommen 71,4 Prozent hatten eine sehr gute Auslastung von über 76 Prozent im bisherigen Jahresverlauf, 1,9 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Fast jeder Vierte hatte sogar eine Auslastung von über 100 Prozent - ebenfalls ein deutlich höherer Wert. Etwa jeder Fünfte hatte im ersten Halbjahr eine Projektauslastung von unter 50 Prozent, das sind mehr als im Vergleich zu der Befragung im Vorjahr. Der Wert für eine sehr schwache Auslastung hat sich zudem fast vervierfacht.
Trotz rückläufiger Vollauslastung sehen Freiberufler in Schnitt das Geschäftsjahr 2018 positiver als 2017, da der Akquiseaufwand  zurückging.
Trotz rückläufiger Vollauslastung sehen Freiberufler in Schnitt das Geschäftsjahr 2018 positiver als 2017, da der Akquiseaufwand zurückging. (Grafik: Solomon)


Der Anteil der Befragten, die zur Zeit der Umfrage ohne Projekt war, erhöhte sich leicht auf 13,7 Prozent. Jedoch sind die Werte für eine unsichere bzw. nicht vorgesehene Verlängerung mit kumuliert 25,6 Prozent leicht rückläufig. Im Vorjahr waren es noch 33,2 Prozent. Etwa jeder sechste Umfrageteilnehmer ist sich sicher, dass sein Projekt verlängert wird, etwa fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Anteilsmäßig ist der Wert für eine relativ sichere Verlängerung deutlich höher, als der für eine absolut sichere Verlängerung.
Im Vergleich zum Vorjahr rechnen mehr Freiberufler (60 Prozent) mit der sicheren Beauftragung im Projektgeschäft.
Im Vergleich zum Vorjahr rechnen mehr Freiberufler (60 Prozent) mit der sicheren Beauftragung im Projektgeschäft. (Grafik: Solomon)


Der Trend der vorherigen Aussagen setzt sich fort: Während im vergangenen Jahr knapp jeder neunte befragte Freiberufler nur sehr wenige Vorstellungstermine wahrnehmen musste, um an eine Beauftragung zu kommen, waren es 2018 noch Acht von zehn. Entsprechend sind die Werte für mehr als fünf Termine gestiegen und liegen zusammengenommen bei knapp 20 Prozent. Etwa drei Prozent brauchten dazu sogar mehr als zehn Anläufe.

Kriterien der Projektauswahl

Als wichtigster Faktor bei der Projektauswahl hat sich auch in diesem Jahr die Aufgabe mit 75,4 Prozent an erster Stelle gesetzt, jedoch sind dies 7,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch der Stundensatz verlor 3,8 Prozent und blieb an zweiter Stelle. Für etwa die Hälfte der Befragten sind die räumliche Nähe und die Laufzeit entscheidende Faktoren bei der Projektwahl und jeder Zehnte schaut sich das Unternehmen genau an, welches das Projekt durchführt. Der Anteil der Umfrageteilnehmer, für den es wichtig ist, überhaupt ein Projekt zu bekommen hat weiter abgenommen und liegt nur noch bei 2,9 Prozent.
Deutlich mehr Wert als 2017 legen die Freiberufler auf die Vertragslaufzeit bei der Annahme eines Projektauftrags.
Deutlich mehr Wert als 2017 legen die Freiberufler auf die Vertragslaufzeit bei der Annahme eines Projektauftrags. (Grafik: Solomon)


Für das restliche Jahr 2018 erwarten die befragten Freiberufler einen Projektmarkt auf konstantem Niveau. Gleichzeitig blickt ein deutlich höherer Anteil eher positiv als pessimistisch auf den restlichen Jahresverlauf, im Vergleich zum Vorjahr ist dies jedoch etwas rückläufig. So glauben zusammengenommen 39,1 Prozent an eine Verbesserung und nur 14,2 Prozent befürchten eine Verschlechterung.

Für die Studie wurden zwischen Juni und August 2018 mehr als 10.000 Freiberufler befragt.
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