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Nach Insolvenz: BAW schließt die Tore entgültig
04.07.2016 Die BAW Bayerische Akademie für Werbung und Marketing e. V. hat mit dem Juli 2016 nach 68 Jahren ihren Studienbetrieb endgültig eingestellt. Zahlreiche BAW-Absolventen arbeiten in herausragenden Positionen der deutschen Interaktiv-Wirtschaft.
Als Grund nennt das Bildungsinstitut die sich verändernde Fortbildungslandschaft bei Kommunikation und Marketing. Jetzt feststellbar seien "situative und spontane Anmeldungen durch Studierwillige" - was die Planbarkeit von Studiengängen erschwere. "Zudem führen Unternehmen auf das eigene Haus bezogene Fortbildungen inhouse mit dafür verpflichteten Dozenten und außerordentlich unternehmensspezifisch strukturierten Inhalten durch", klagt der BAW-Vorstand. "Diese aktuellen Entwicklungen haben dazu geführt, dass am Fortbildungsmarkt wegen ihrer Qualität geschätzte und angenommene Angebote der BAW nicht mehr den zahlenmäßigen Zuspruch in Form von Anmeldungen für Vorlesungen gefunden haben, wie dies für einen kontinuierlichen weiteren Fortbildungsbetrieb der BAW kostendeckend nötig gewesen wäre."
BAW-Direktor Matthias Holz bedauerte, dass er nicht allen Studenten den Abschluss hatte ermöglichen können: "Es tut mir leid, das in die BAW gesetzte Vertrauen an dieser Stelle nicht einlösen zu können."
Bereits 2013 waren die Einnahmen eingebrochen und eine Insolvenz stand im Raum. Ein Investor konnte in der Folge nicht gefunden werden, weswegen der Studienbetrieb eingestellt werden musste. Die Kommunikation der BAW-Alumnis soll über eine Xing-Gruppe erfolgen.
