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Marktforscher: Web-TV beflügelt digitale Mediennutzung
16.09.2010 Konvergente Produkte und Services haben im vergangenen Jahr einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht und erreichen nun breite Teile der Bevölkerung in Deutschland. So nutzen laut aktuellem Convergence-Monitor von TNS immer mehr 14- bis 64-Jährige in Deutschland das Internet auch, um TV-Sendungen und Videoclips anzusehen. Insbesondere die Programmarchive der TV-Sender wie die ARD Mediathek , RTL NOW oder die ZDF Mediathek können sich über wachsende Nutzerzahlen in allen Altersgruppen freuen.
Den auf Videoportalen wie YouTube mit kurzen Clips bereitgestellten Content nutzen 2010 bereits 33 Prozent regelmäßig (= mind. einmal monatlich). Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Plus von acht Prozentpunkten. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 59 Prozent, die Videoclips online ansehen. Großer Beliebtheit erfreuen sich in allen Altersgruppen Nachrichten und aktuelle Informationen. Derzeit steuern 41 Prozent News auf Nachrichtenseiten an. Im vergangenen Jahr brachten sich erst 36 Prozent regelmäßig im Internet auf den neuesten Stand. Am häufigsten wird im Internet nach wie vor die Kommunikation via E-Mail und die Suche nach Produktinformationen genutzt (69 Prozent bzw. 54 Prozent der 14- bis 64-Jährigen).
TV-Nutzung bleibt konstant
Die Fernsehnutzung ist in allen Altersgruppen im Zeitverlauf konstant - auch bei den Jüngeren. 81 Prozent der 14- bis 64-Jährigen sehen an vier und mehr Tagen pro Woche fern. Die durchschnittliche TV-Nutzungsdauer liegt nach eigener Einschätzung der Befragten bei mehr als 2,5 Stunden täglich und damit weit über der privaten Internetnutzungsdauer (ca. eine Stunde am Tag). Die jüngere Zielgruppe, die deutlich häufiger und länger im Internet surft, sieht deshalb nicht weniger fern und verbringt somit insgesamt mehr Zeit vor einem TV- oder PC-Bildschirm. Das Internet werde nicht statt des Fernsehens genutzt, sondern ergänzend bzw. zu anderen, vom Sendeplatz unabhängigen Gelegenheiten.Hochauflösendes High Definition Television (HDTV) verspricht, dem Zuschauer eine bessere Bildqualität ins Wohnzimmer zu bringen. Es hat 2010 den Sprung in den Massenmarkt geschafft. Mit dem Start der Regelübertragung von HD-Fernsehen durch die großen öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender haben auch die Privathaushalte in Deutschland deutlich aufgerüstet: 48 Prozent verfügen mittlerweile über ein modernes LCD- oder Plasma-Fernsehgerät (2009: 33 Prozent). Für die Neuanschaffung der Fernsehgeräte war ohnehin nicht nur der Wunsch nach besserer Bildqualität ausschlaggebend. Viele Besitzer eines HD-fähigen Geräts wollten auch einen größeren Bildschirm (47 Prozent) und ein optisch ansprechendes Fernsehgerät als Ersatz für die angestaubte Röhre (32 Prozent).
