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Deutsche Smartphone-Nutzer: Immer erreichbar und kein Plan von Datenschutz

13.12.2016 Eine Untersuchung der Smartphone-Vorlieben deutscher Nutzer bietet Erkenntnisse für Marketing und Vertrieb: So rückt die späte Abendstunde als potentielle Newsletter-Versandzeit in den Fokus und die Bedeutung von Messengern wird beleuchtet.

 (Bild: FirmBee / pixabay.com)
Bild: FirmBee / Pixabay
Mehr als 80 Prozent der Deutschen verwenden Smartphones, in der Altersgruppe bis 30 Jahre liegt die Abdeckung sogar bei annähernd 100 Prozent. Und zwei Drittel aller Smartphone-Nutzer verlassen ohne ihr Gerät nicht mehr das Haus. Jeder zweite Befragte prüft vor dem Einschlafen noch einmal seine Mails und Nachrichten. Ein Problem stellt diese ständige Erreichbarkeit für die Nutzer meist nicht dar: Nur acht Prozent der Befragten fühlen sich durch diese Situation stark unter Druck gesetzt, weitere 23 Prozent empfinden sie gelegentlich als lästig.

Mehr als die Hälfte der Deutschen schätzt die Möglichkeit, über Messengerdienste wie beispielsweise WhatsApp   Nachrichten und Fotos auszutauschen und so auf dem Laufenden zu bleiben, was bei ihren Bekannten so vorgeht. Als besonders bedeutend empfinden sie die Möglichkeit, ständig mit ihrer Familie in Kontakt zu bleiben: Für 84 Prozent der Befragten ist es ausgesprochen wichtig, sich jederzeit mit Partner und Kindern austauschen zu können. 45 Prozent aller Befragten haben indes den Eindruck, ihre Unterhaltungen würden darunter leiden, dass ihr Gegenüber sich ständig mit dem Smartphone beschäftigt.

Viele noch sorglos beim Datenschutz

Fast 40 Prozent achten nicht darauf, welche Zugriffsrechte ihre Apps beanspruchen. Nur für 28 Prozent ist eine überzogen Datensammelwut ihrer Apps ein Grund, diese wieder zu löschen. Insgesamt 14 Prozent interessieren sich überhaupt nicht für die Zugriffsrechte ihrer Anwendungen.

Auch im Umgang mit privaten Fotos sind die Deutschen sorglos: Fast 80 Prozent der Smartphone-Nutzer teilen private Fotos. Ein gutes Drittel (36 Prozent) davon schickt Fotos an enge Vertraute, die die Fotos "ganz bestimmt" nicht weitergeben. Lediglich 19 Prozent geben an, immer einen Blick darauf zu haben, wer Zugriff auf diese Fotos hat. Nicht mal jeder zehnte Smartphone-Nutzer (neun Prozent) mit Kindern achtet darauf, dass seine Kinder auf Fotos in Social-Media-Plattformen nicht erkannt werden.

Für die Studie hat ein Marktforschungsinstitut im Juni und Juli 2016 im Auftrag der Hannoverschen Leben   bundesweit 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren online befragt.
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