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Wegen Umsatz: Deutsche Onlineshops sind besonders risikofreudig

28.11.13 Deutsche Internethändler legen den Fokus eindeutig auf einen möglichst hohen Umsatz und nehmen dafür auch Zahlungsausfälle durch Betrüger in Kauf. 51 Prozent reicht es, wenn nur die allergrößten Betrugs-Risiken ausgeschlossen werden. Webshops in Großbritannien und in den Niederlanden dagegen verzichten lieber auf Umsatz, wenn ihnen der Onlineeinkauf nicht ganz koscher erscheint, besagt eine Studie des Payment-Services-Anbieters Ogone zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen .

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Warum Onlinehändler in Europa Betrugspräventionstools einsetzen wollen,
(chart: Ogone)
Internethändler in Deutschland gehen relativ gelassen mit dem Thema Betrugsversuche beim Online-Einkauf um. Nur 32 Prozent wollen Zahlungsausfälle von Kunden durch Betrug komplett vermeiden. In Großbritannien (80 Prozent), den Niederlanden (61 Prozent) und Frankreich (55 Prozent) liegt dieser Anteil signifikant höher.

Damit sind die Internethändler in Deutschland in puncto Risikobereitschaft europaweit Spitzenreiter. Dies liege daran, dass die befragten Onlinehändler in der Bundesrepublik weniger Zahlungsausfälle verzeichnen müssen. "Die meisten setzen automatisierte Betrugspräventionstools ihres Payment Service Providers ein", sagt Christoph Jung 'Christoph Jung' in Expertenprofilen nachschlagen , ECommerce-Experte bei Ogone, "und stellen diese so ein, dass nur offensichtliche Betrugsversuche abgewehrt werden".

Die Internethändler in Europa gehen sehr unterschiedlich mit Betrugsversuchen um, stellt die Ogone-Studie fest. 51 Prozent der Online-Shops in Deutschland reicht es, wenn offensichtliche Betrugsversuche automatisch abgeblockt werden. Um mehr Umsatz erzielen zu können, nehmen sie eher in Kauf, komplexen Betrugsversuchen zum Opfer zu fallen und Zahlungsausfälle zu erleiden. In Großbritannien und Belgien (jeweils 34 Prozent) und Frankreich (24 Prozent) liegen diese Werte deutlich darunter.

Der Studie zufolge haben 14 Prozent der europäischen Webshops keine Betrugspräventionstools, obwohl der Schaden dadurch Europol zufolge im Jahr 2011 insgesamt 900 Millionen Euro betrug. Jung zufolge denken einige Webshops, "sie brauchen keine Schutzmechanismen und andere scheuen die Kosten dafür". Händler zahlen nach Angaben von Ogone für gute Betrugspräventionstools weniger als ein Prozent des Warenwerts.

(Autor: Verena Gründel-Sauer )

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Personen: Christoph Jung
Firmen und Sites: ogone.de
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