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Bild: Boris Giesl

Ein mühseliges Zukunftsgeschäft

02.12.2009 - Der Markt für Enterprise 2.0 wird kommen, da bin ich mir sehr sicher. Die Frage ist nur, wann. Und in welcher Art von Unternehmen. Denn der Erfolg von Enterprise 2.0 basiert letzten Endes auf sozialer Adaption. Was es Agenturen und Dienstleistern leider nicht gerade einfach macht.

von Stephan Randler

"Von der Wiege bis zur Bahre: Gewohnheiten sind das einzig Wahre": In Sprichwörtern steckt doch oftmals mehr als nur ein klitzekleines Körnchen Wahrheit. Denn egal ob manche Gewohnheiten nun eher lästig sein mögen (zum Beispiel das Rauchen) oder für das eigene Ego durchaus vorteilhaft (nach bestimmten Mustern strukturiertes Arbeiten): Fest einstudiert sind solche teils über Jahre antrainierten Verhaltensweisen in jedem Fall. Und damit vor allem schwierig, sie wieder loszuwerden. Nicht umsonst gibt es Tonnen an Ratgeberbüchern, um sich beispielsweise das Rauchen abzugewöhnen.

Vor diesem Hintergrund lässt sich gut nachvollziehen, warum es das Zukunftsthema Enterprise 2.0 in Deutschland bisweilen so schwer hat und für Agenturen und Dienstleister oftmals ein mühseliges Geschäft ist. Schließlich müssen hier Mitarbeiter viele ihrer über Jahre gelernten Verhaltensweisen plötzlich bekämpfen und neuen Strukturen folgen. Das ist unter Umständen bereits schwierig, wenn Angestellte sich für das Thema an sich begeistern können. Schließlich ist - siehe oben - gelerntes Verhalten oftmals alles andere als ein Sparringspartner. Wenn nun aber gerade IT-Abteilung und mittleres Management von vornherein "dagegen" sind, ist die Aussicht auf Erfolg fast hoffnungslos.

Vernetztes Arbeiten im Enterprise 2.0 funktioniert nur, wenn alle intern an einem Strang ziehen. Und sich nicht nur die PR-Abteilung über Twitter profilieren will. Die soziale Adaption von modernen Internet- und Multimedia-Techniken lässt sich allerdings schwer erzwingen. Dieser gesellschaftliche Prozess find

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