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Digitale Zukäufe: Burda ist innovativster deutscher Verlag

29.01.2010 Burda hat Holtzbrinck als innovativsten deutschen Verlag abgelöst. Die beiden Verlage sind für mehr als die Hälfte aller Merger & Übernahmen im digitalen und interaktiven Geschäftsfeldern verantwortlich, so eine Studie der auf die Verlagsbranche spezialisierten Unternehmensberatung Bartholomäus & Cie.

 (Bild: Bartholomäus&Cie)
Bild: Bartholomäus&Cie
Nach wie vor investiert das Gros der deutschen Verlage vor allem in Festigung seiner Geschäftsfelder (54%), weniger in Erweiterungen in neue komplementäre Medienformate, Zielgruppen oder geografische Märkte (32%) oder gar neue Geschäftsfelder (2% der Transaktionen 2009), so die Studie 'Transaktionsmonitor Verlagswesen 2009' von Bartholomäus & Cie.  . Bei den Übernahmen in digitale Felder liegen M. DuMont Schauberg  , Holtzbrinck   und Burda   weit vor den anderen Großverlagen, die sich im abgelaufenen Jahr deutlich zurück gehalten haben, was die Akquisition angeht.

Generell ist die M&A-Tätigkeit auf den deutschen Inlandsmarkt konzentriert: 174 von 213 registrierten Deals (82 Prozent) fanden zwischen deutschen Unternehmen statt.

  • Die Zahl der grenzüberschreitenden Transaktionen ging 2009 von 80 auf 37 zurück; 55 Prozent der internationalen Transaktionen waren Käufe deutscher Verlage im Ausland;
  • Der internationale Anteil sank damit deutlich auf 18 Prozent (im Vorjahr 30 Prozent), wozu insbesondere die stark rückläufigen Investitionen deutscher Verlage im Ausland beitrugen; der Trend der Vorjahre wurde damit nachhaltig gebrochen, auch dies sehen wir als eine Folge von vorsichtigerer Investitionspolitik;
  • Auch die großen Verlagskonzerne fuhren ihr internationales Wachstum zurück: nur noch 3 der 10 größten Deals des Jahres hatten grenzüberschreitenden Charakter (nach 7 im Vorjahr);
  • Den höchsten Anteil an den internationalen Transaktionen hatten die Segmente Fachmedien und Buchverlage (je 25 Prozent), gefolgt von General Interest Medien (22 Prozent); Special Interest Medien und Tageszeitungen verzeichneten dagegen überwiegend inländische Deals;
  • Am aktivsten über Grenzen hinweg waren noch die Fachmedien, deren internationale Deals gegenüber 2008 allerdings um rund 44 Prozent sanken, auch die General Interest Medien waren international aktiv, jedoch ebenfalls mit starkem Rückgang zum Vorjahr;
  • Unter den anderen Segmenten waren nur wenige internationale Transaktionen zu verzeichnen;
  • Auch im mehrjährigen Vergleich zeigt sich, dass deutsche Verlage deutlich mehr Übernahmen und Beteiligungen im Ausland eingehen als umgekehrt,
Im Jahr 2009 betrug die Zahl der M&A-Transaktionen mit digitalen Geschäftsmodellen 62, ein Rückgang um rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr (81); 48 der registrierten "digitalen" Deals (im Vorjahr 50) betrafen Konsumenten-Internetportale, 4 (10) betrafen B2B-Internetportale, 4 Rundfunksender bzw. Produktionsgesellschaften und 3 online-Vermarkter;

Am aktivsten waren mit Abstand die General Interest Medien (35 Deals), gefolgt von den Special Interest Medien und den Fachmedien. Digitale Formate hatten damit auch 2009 einen beträchtlichen Anteil am M&A-Geschehen in der Verlagsbranche, im Gegensatz zu den Vorjahren stieg dieser Anteil allerdings erstmals nicht weiter an; die Aktivitäten fokussieren sich nach wie vor auf die Special- und General Interest Medien;

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