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WM-Spiele: Onlineshops verlieren gegen Fußball

28.06.2010 Rund 22 Millionen Menschen in Deutschland verfolgten am 18.06.2010 das Fußball-Weltmeisterschaftsspiel Deutschland - Serbien am frühen Nachmittag. Das hat üble Auswirkungen auf den Traffic bei Onlineshops, so eine Untersuchung von Webanalyse-Spezialist Econda  . Aber nicht überall.

Über einen Zeitraum von drei Tagen wurden dazu 50 Onlineshops aus dem B2C- und B2B-Bereich analysiert. Die durchgeführte Untersuchung ergab, dass die beobachteten Webseiten während des Deutschlandspiels einen durchschnittlichen Traffic-Einbruch von 35 Prozent der aus Deutschland kommenden Besucher verbuchen mussten.

Ein ähnlicher Effekt konnte während des WM-Spiels Spanien - Schweiz festgestellt werden. Auf den überprüften Webseiten brach der aus Spanien kommende Traffic um ca. 30% ein. Weitere Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass B2C-Seiten stärker von den Auswirkungen betroffen waren als B2B-Seiten. Zudem können deutliche Unterschiede bei zielgruppenspezifischen Seiten ausgemacht werden. So war der Traffic-Einbruch auf mehrheitlich von Frauen frequentierten Seiten eindeutig geringer als auf Webseiten, die hauptsächlich von Männern besucht werden.

Die meisten Onlineshops kompensieren jedoch das "Traffic-Loch" größtenteils innerhalb weniger Stunden nach Spielende. Somit bietet die Fußball-Weltmeisterschaft den Betreibern Spielraum für kreative Ansätze, um größere Defizite zu verhindern. Einige Onlineshops reagieren bereits auf die Umsatzeinbrüche und bieten, um Traffic-Einbußen gering zu halten, ihren Kunden spezielle Sonderaktionen während der 90-minütigen Spielzeit.

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