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BEVH-Zahlen 2017: Deutscher ECommerce-Umsatz wächst um elf Prozentpunkte
23.01.2018 Mit einem Plus von fast elf Prozent ist der Brutto-Umsatz mit Waren im deutschen E-Commerce in 2017 auf 58,5 Milliarden Euro gestiegen. Dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) nach steht damit der reine ECommerce-Umsatz erstmals für jeden achten Euro im Einzelhandel.
Besonders erfolgreich waren laut aktueller BEVH-Erhebung Multichannel-Händler: 2017 legten Unternehmen, die mehrere Vertriebskanäle bedienen, im Online- und Versandhandel um 21 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro zu und setzten knapp 3,5 Milliarden Euro mehr um als im Jahr 2016. Daran hatten Anbieter mit Herkunft aus dem stationären Einzelhandel den größten Anteil. Sie haben in 2017 ein Plus von 26,2 Prozent erreicht. Onlinemarktplätze konnten ihr Volumen um 4,4 Prozent auf 27,9 Milliarden Euro steigern. Online-Pureplayer legten um 12,6 Prozent, also fast eine Milliarden Euro auf 8,6 Milliarden Euro zu.
Auf Basis der guten Geschäftsergebnisse des Jahres 2017 erwartet der Verband in diesem Jahr für den E-Commerce einen weiteren Zuwachs um 9,3 Prozent auf rund 63,9 Milliarden Euro.
Eine vom BEVH separat in Auftrag gegebene Untersuchung zum Thema "Stadt - Land - E-Commerce - Von Ballungsräumen, Dörfern und Paketen" zeigt die zunehmende Relevanz von E-Commerce in und außerhalb der Metropolen und beziffert die Auswirkungen der resultierenden Paket-Transporte auf den Straßenverkehr. Demnach resultieren fast 60 Prozent des E-Commerce-Umsatzes aus Bestellungen in Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern. Dort ist der Umsatz im Jahr 2017 überproportional um 17,1 Prozent gewachsen.
ECommerce-Umsätze nach Warengruppen
Laut Ergebnissen der jährlichen BEVH-Studie Interaktiver Handel in Deutschland ist 2017 das Brutto-Umsatzvolumen der gesamten Branche (E-Commerce und klassischen Versandhandel zusammen ohne Dienstleistungen) um 8,8 Prozent auf 62,2 Milliarden Euro gewachsen. Der gesamte Online- und Versandhandel mit Waren und Dienstleistungen hat einen Brutto-Umsatz von 78,1 Milliarden Euro für das Jahr 2017 erreicht und ist um 7,9 Prozent gegenüber Vorjahr gewachsen. Dabei zeigte sich der E-Commerce weiterhin als der herausragende Wachstumstreiber gegenüber den Bestellungen per Telefon oder Brief. Für diesen Gesamtmarkt des Interaktiven Handels rechnet der bevh im Jahr 2018 mit einem Wachstum von 8,3 Prozent auf circa 67,3 Für diesen Gesamtmarkt des Interaktiven Handels rechnet der BEVH im Jahr 2018 mit einem Wachstum von 8,3 Prozent auf circa 67,3 Milliarden Euro brutto.Warengruppen-Cluster "Freizeit" (DIY/Blumen, Spielwaren, Auto/Motorrad/Zubehör, Hobby/Freizeitartikel):
Der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters stieg in 2017 auf 7,2 Milliarden Euro (2016: 6,4 Milliarden Euro ) um 11,8 Prozent. Der Bereich Hobby/Freizeitartikel ist weiterhin beliebt. Dies bescherte der Kategorie in 2017 einen Online-Umsatz von 2,823 Milliarden Euro (2016: 2,539 Milliarden Euro) und stieg um 11,2 Prozent.
Warengruppen-Cluster "Einrichtung" (Möbel/Lampen/Deko, Haus-/Heimtextilien, Haushaltswaren/-geräte):
Der gesamte Online-Umsatz des Clusters "Einrichtung" stieg in 2017 auf 8,6 Milliarden Euro (2016: 7,1 Milliarden Euro) um 20,3 Prozent. In der Einzel-Kategorie Haushaltswaren und -geräte darin zeigte sich sehr hohes Wachstums. Hier stieg der Umsatz in 2017 sogar um 26,5 Prozent auf 3,813 Milliarden Euro (2016: 3,015 Milliarden Euro).
Warengruppen-Cluster "Bekleidung inkl. Schuhe":
Die Kategorie "Bekleidung inkl. Schuhe" ist nach wie vor bei deutschen Verbrauchern sehr beliebt. 5,8 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr belegen dies. Der entsprechende Online-Umsatz erhöhte sich auf 15,595 Milliarden Euro (2016: 14,7 Milliarden Euro). Schuhe allein wuchsen etwas stärker um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erwirtschafteten einen Online-Umsatz von 3,8 Milliarden Euro (2016: 3,6 Milliarden Euro).
Warengruppen-Cluster "Täglicher Bedarf" (Lebensmittel, Drogerie, Tierbedarf):
Das Onlinevolumen des Warengruppen-Clusters stieg um insgesamt 14,2 Prozent mit einem Gesamtumsatz von 3,8 Milliarden Euro (2016: 3,3 Milliarden Euro). Die zunehmende Akzeptanz für das Warensegment "Lebensmittel" innerhalb dieses Clusters bescherte in 2017 einen Online-Umsatz von 1,1 MMilliarden Euro (2016: 932 Milliarden Euro) und stieg um 21,3 Prozent.
Warengruppen-Cluster "Unterhaltung":
Die Warengruppe "Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads" im Cluster "Unterhaltung" verzeichnete in 2017 Online-Umsätze von 4,4 Milliarden Euro (2016:
3,7 Milliarden Euro) und stieg um 20,9 Prozent. Der Einzelbereich "Elektronik-Artikel und Telekommunikation" wuchs online um 13 Prozent und verzeichnete einen Umsatz von 9,8 Milliarden Euro (2016: 8,7 MMilliarden Euro). Die Online-Umsätze bei "Bücher/Ebooks/Hörbücher" sanken um 3,9 Prozent und lagen bei 3,4 Milliarden Euro (2016: 3,5 Milliarden Euro). Das gesamte Cluster wuchs damit um 11,1 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro (2016: 18,1 Milliarden Euro).
