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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
Schatten-KI ist die neue Schatten-IT bei Dienstleistern
21.11.2025 Schatten-Künstliche-Intelligenz im Arbeitsalltag wird ein Risiko für Agenturen.
Große Risiken durch nicht autorisierte Systeme
Die Nutzung nicht genehmigter Künstlicher Intelligenz in einer sogenannten Schatteninformationstechnik birgt erhebliche Gefahren - sowohl für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch für die Organisationen, für die sie tätig sind. Dazu zählen mögliche rechtliche Folgen, etwa bei Verstößen gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung oder gegen interne Geheimhaltungsvereinbarungen.Im Alltag kann es schnell passieren, dass Mitarbeitende sensible Kundendaten oder interne Dokumente unbeabsichtigt in ein offenes Künstliche-Intelligenz-System eingeben. Zudem besteht das Risiko, dass die Anbieter solcher Systeme diese Daten speichern oder für Trainingszwecke verwenden. Bei Datenschutzverstößen drohen beträchtliche Bußgelder.
Deutschland zeigt sich besonders risikofreudig
Für die Untersuchung wurden 5.391 Fachkräfte aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten befragt. International nutzen fast zwei Drittel der Befragten (vierundsechzig Prozent) Künstliche Intelligenz ohne Genehmigung durch Vorgesetzte.Bemerkenswert: In Deutschland greift knapp ein Viertel der Fachkräfte (dreiundzwanzig Prozent) mindestens einmal täglich zu nicht autorisierten Werkzeugen. Neunundzwanzig Prozent tun dies wöchentlich und zwölf Prozent monatlich.
Die Gründe sind eindeutig: Ein Drittel der Befragten nutzt Künstliche Intelligenz, um Arbeiten zu beschleunigen. Drei Viertel erwarten konkrete Produktivitätsvorteile. Zudem geben neunundzwanzig Prozent an, über externe Künstliche Intelligenz Dinge zu lernen, die das eigene Unternehmen nicht anbietet.
Was bedeutet das für Agenturen?
- Agenturen benötigen dringend klare interne Leitlinien zum Einsatz Künstlicher Intelligenz. Diese sollten festhalten, welche Werkzeuge erlaubt sind und wie Daten verarbeitet werden dürfen.
- Ein hoher Reifegrad im Umgang mit Künstlicher Intelligenz wird zunehmend zum Wettbewerbsfaktor, da Kundinnen und Kunden professionellen und sicheren Einsatz erwarten.
- Schulung und Qualifikation sind entscheidend. Verbote allein verhindern keine Schatteninformationstechnik, doch strukturierte Weiterbildung schafft sichere Alternativen.
- Die veränderte Lage eröffnet Agenturen neue Geschäftsfelder: Beratung zu Datenschutz, Künstliche-Intelligenz-Governance, Risikoanalysen und Werkzeugauswahl werden für viele Unternehmen wichtiger.
