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iBusiness Executive Briefing 1. 2. 2024

Wird 2024 das Jahr, in dem Künstliche Intelligenz in Unternehmen produktiv wird?

01.02.2024 Drei Aspekte werden die Entwicklung der künstlichen Intelligenz in diesem Jahr prägen. Aber nur einer davon entscheidet darüber, wie Unternehmen sie einsetzen werden.

Künstliche Intelligenz in Unternehmen: Noch ist nur die Spitze des Eisbergs zu erahnen (Bild: Midjourney/jg)
Bild: Midjourney/jg
Künstliche Intelligenz in Unternehmen: Noch ist nur die Spitze des Eisbergs zu erahnen
Das Jahr 2024 wird das Technikuniversum rund um Künstliche Intelligenz deutlich erweitern und an vielen Stellen nochmals Geschwindigkeit aufnehmen.

1. 2024 wird das Jahr der leistungsfähigen Tools

Im Jahr 2023 gab es in Deutschland 508 KI-Startups, ein Anstieg von 67 Prozent   im Vergleich zum Vorjahr. Weltweit sinkt jedoch die Zahl der Investments - auch wenn ihr Volumen steigt. Goldgruben, so erwartet wohl die Wagniskapital-Branche, werden die großen KI-Systementwickler sein - die Forschung braucht viel Geld.
So ist es kein Wunder, dass den Investmentmarkt vor allem Microsoft und Google bestimmen, aber auch Amazon und Alibaba 2024 von dem KI-Goldrausch profitieren werden. Das liegt vor allem daran, dass KI rechenintensiv ist und dass als KI-Hyperscaler   die großen Anbieter von Cloud-Service-Plattformen als Sieger vom Platz gehen werden.

Bisher dominieren das Feld der künstlichen Intelligenz die Large Language Models LLM. Mittlerweile werden die LLMs immer kleiner. 2024 wird zum Jahr der Small Language Models (SLM). Microsoft hat hier beispielsweise Phi-2   vorgestellt, Google konterte mit Gemini Nano   auf dem Pixel 8 Pro. Diese Entwicklung verspricht einen breiteren, kostengünstigeren KI-Einsatz.

2. 2024 wird das Jahr der sinkenden KI-Hardwarepreise

Die Rechenleistung der Hyperscaler wird immer größer. Davon profitierte bisher vor allem Nvidia mit seinen GPU-Beschleunigern. Nun will auch Chiphersteller AMD am KI-Boom mitverdienen. Mittlerweile hat er die Serienproduktion seiner KI-Beschleuniger Instinct MI300X und MI300A   gestartet. Der GPU-Markt wird also härter umkämpft, 2024 wird einen Preisverfall für KI-Hardware   sehen.

3. EU reguliert KI-Nutzung

Deutschland wird dem EU-Gesetz zur künstlichen Intelligenz   morgen wohl doch noch zustimmen (Hier haben wir den Inhalt zusammengefasst). Ähnlich wie die DSGVO wird der AI Act erst europaweit und dann auch in anderen Ländern dafür sorgen, dass Datenschutzaspekte in KI-Entwicklungen mit einfließen. Und das wird Auswirkungen haben auf den KI-Einsatz in Unternehmen.

Die allermeisten Unternehmer wollen laut Forbes-Studie  , künstliche Intelligenz im Bereich CRM/Chatbots dem Unternehmen einsetzen (74 Prozent). Die größte Herausforderung, die KI-einsetzende Unternehmen in der KI-Nutzung sehen, ist die Gewährleistung der Rechtssicherheit, so eine Studie zum Stand der Künstlichen Intelligenz in den Unternehmen   der Hochschule Koblenz. Aber: Fast 90 Prozent aller Befragten sind der Meinung, dass KI in den nächsten 10 Jahre ein wesentlicher Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit Ihrer Branche sein wird. Und: "Nicht die KI ist das Problem bei der Umsetzung, sondern das Integrieren in die vorhandenen Softwareprodukte."

Das korrespondiert mit der Canva-Studie, nach der 88 Prozent der deutschen CIOs ihre Ausgaben für KI-Tools 2024 zwar erhöhen   wollen, aber mehrheitlich kein qualifiziertes Personal dafür finden.

KI wird also 2024 an allen Stellen billiger. Auch wollen Unternehmen dieses Jahr gerne KI-Tools einführen, vor allem als Unterstützungstools. Allerdings fehlen Menschen, die KI verstehen, die KI-Integration beherrschen und die verstehen, was rechtlich geht und was nicht. Wenn diese Probleme gelöst werden können, wird künstliche Intelligenz auch in Unternehmen seinen Siegeszug ansetzen.

Ihr
Joachim Graf

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