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Komplizierte Lösung für ein Teilproblem

27.01.2023 Die Struktur des Fediverse verhindert Social-Media-Absolutisten, löst aber nicht die Contentprobleme.

Dominik Grollmann, Analyst iBusiness
Natürlich hat Elon Musk überdeutlich gemacht, wie vermurkst die ganze Situation ist. Dass ein einzelner Mensch sich soviel Meinungsmacht kaufen und dabei tatsächlich glauben kann, er dürfte nun wie ein kleiner Sonnenkönig darin herumregieren und die Regeln machen, wie sie ihm gerade gefallen ... das ist schon ein enormer Rückschritt in vordemokratische Strukturen.

Und natürlich muss man zugeben, dass eine Fediverse-Struktur eine solche Entwicklung recht zuverlässig verhindert hätte. Allerdings um den Preis, dass das Fediverse eben generell viel schwieriger zu regieren ist. Nicht von einem Sonnenkönig Musk. Aber eben auch nicht von jemand anderem.

Und spätestens an dieser Stelle muss die Frage erlaubt sein, ob das Problem zu viel Regulierung ist, der mit mehr Dezentralität begegnet werden sollte. Oder eher zu wenig Regulierung. Hätte Musk zum Beispiel versucht, einen deutschen TV-Sender mit entsprechender Reichweite zu erwerben - er hätte weit mehr Schwierigkeiten gehabt. Noch wichtiger: Die wenigsten davon hätten sich mit einem Scheckbuch lösen lassen. Medienvielfalt ist ein ebenso hohes Gut wie Meinungsfreiheit. Und um diese zu schützen, braucht es Regeln und nicht Regellosigkeit.
Thema: Social Media

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 (Bild: Nomanssky.com)
Bild: Nomanssky.com

Kommentar von Dominik Grollmann

Komplizierte Lösung für ein Teilproblem

Die Struktur des Fediverse verhindert Social-Media-Absolutisten, löst aber nicht die Contentprobleme.

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Dominik Grollmann, Analyst iBusiness (Timo Bierbaum)
Bild: Timo Bierbaum
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