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B2B-Unternehmen bauen Risikomanagement aus, aber Unsicherheiten bleiben
24.06.2025 Neues B2BEST Barometer von ECC Köln und Creditreform zeigt: Risikomanagement essenzieller Bestandteil der Unternehmensstrategie von B2B-Unternehmen. Einsatz verschiedener Identitätsprüfungen gestiegen, nachhaltige und verlässliche Lösung jedoch noch nicht vorhanden. Internationale politische Unsicherheiten beeinflussen wirtschaftliches Handeln hierzulande.
Einsatz verschiedener Identitätsprüfungen gestiegen
Vor allem die gezielte Identitätsprüfung von KundInnen spielt im Rahmen der Betrugsprävention aus Sicht der Unternehmen eine essenzielle Rolle (87 Prozent). Ein Blick auf die eingesetzten Verfahren zur Identitätsprüfung zeigt: Insgesamt hat der Einsatz nahezu aller Methoden im Vergleich zu 2023 zugenommen. Dabei setzen Großhandel und Hersteller weiterhin auf den persönlichen Kontakt (49 Prozent, 2023: 35 Prozent) und manuelle Prozesse (46 Prozent, 2023: 40 Prozent). Aber auch digitale Identitätsprüfungen via Videoident, Autoident oder eID (41 Prozent, 2023: 29 Prozent) sowie die Nutzung externer Datenbanken für die Stammdatenprüfung (38 Prozent, 2023: 27 Prozent) haben deutlich an Relevanz gewonnen."Trotz Fortschritten bei der Identitätsprüfung sehen knapp drei Viertel der Unternehmen noch keine nachhaltige Lösung für verlässliche Identitäten und sichere Kundendaten im B2B-Onlinehandel. Künstliche Intelligenz wird in diesem Zusammenhang zunehmend als hilfreiches Instrument wahrgenommen, wird vor allem von kleineren Unternehmen jedoch noch zurückhaltend eingesetzt", erklärt Christian Kramer, Branchenmanager Groß- und Außenhandel bei Creditreform.
Politische Unsicherheiten beeinflussen wirtschaftliches Handeln
Auch geopolitische Entwicklungen wie die Wirtschaftspolitik unter der Trump-Regierung haben starke Auswirkungen auf das Risikomanagement in deutschen Unternehmen. Trotz vorherrschender Kritik und Sorge gegenüber der USA-Administration ist das Interesse an diesem Thema hoch. Und: Mehr als acht von zehn Unternehmen haben sich bereits auf mögliche Zölle vorbereitet - insbesondere mit Preisanpassungen (44 Prozent), veränderten Lieferketten (34 Prozent) oder Lieferantenstrukturen (30 Prozent)."Für viele Unternehmen sind internationale Märkte - insbesondere die USA - ein zentraler Bestandteil ihres Geschäfts. Entsprechend groß ist die Sorge vor möglichen Handelsbarrieren und wirtschaftlichen Nachteilen durch politische Entscheidungen. Der Einfluss von Donald Trump auf die Handelspolitik lässt zahlreiche Unternehmen eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen befürchten. Daher rücken alternative Handelspartner zunehmend in den Fokus", so Dr. Kai Hudetz , Geschäftsführer des IFH Köln und Gründer des ECC Köln.
