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Social Web: Wettbewerbshüter sehen Schleichwerbung als Problem
24.06.2009 Blogger geraten ins Visier der US-Bundesbehörde FTC. Der Vorwurf: zunehmende Schleichwerbung. Jetzt sollen umfassende Kontrollen folgen.
Diese Art der Einflussnahme bereitet der US-Bundesbehörde Federal Trade Commission (FTC) Bauchschmerzen. Sie hat angekündigt , gegen diese Art der Einflussnahme vorgehen zu wollen. Die FTC ist in etwa mit der EU-Wettbewerbskommission vergleichbar und wacht über gleiche Wettbewerbschancen unter den Marktteilnehmern. Bloggern Gratis-Produkte zukommen zu lassen und auf eine Erwähnung zu hoffen, kann sich deshalb für Unternehmen lohnen, weil Blogger im Gegensatz zu Redakteuren nicht an ethische Grundsätze des Journalismus, wie den Pressekodex in Deutschland, gebunden sind.
Vor einigen Jahren hatte Microsoft zum Start des Betriebssystems Windows Vista einige Laptops der Marke Acer unaufgefordert an Blogger geschickt. Deutsche Online-PR-Experten halten diesen Schritt jedoch für Überzogen. "Eine solche Regulierung ist für Deutschland überflüssig. Man sollte Blogger in der Frage von Test- und Besprechungsexemplaren wie Journalisten behandeln und als Unternehmen nicht davon ausgehen, dass man positive Berichte über Bestechung erreicht", sagt Bernhard Müller , Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Conosco , im Gespräch mit iBusiness.
Dieser Ansicht stimmt auch Christoph Hausel , Inhaber der PR-Agentur ELEMENT C zu: "Ich sehe es, anders als in den USA, im Moment noch nicht als allzu sehr kritisch, wenn Blogger Produkte oder Software zu Testzwecken erhalten und diese dann auch objektiv besprechen. Unangenehm und unmoralisch wird es meiner Meinung nach dann, wenn Gefälligkeiten oder Zuwendungen ganz eindeutig im Zusammenhang mit positiver Berichterstattung stehen". Hausel setzt bei der Prävention auf die Selbstreinigungskräfte des sozialen Webs.
