KI im ERP: Wenn Verwaltung nicht mehr reicht Im Vortrag erfahren, wie KI im ERP sinnvoll unterstützt
Steigende Datenmengen und knappe Ressourcen erhöhen den Druck auf bestehende Prozesse. Erfahren Sie, wie KI im ERP Informationen schneller nutzbar macht, Routineaufgaben reduziert und Prozesse gezielt automatisiert. Konkrete Anwendungsfälle zeigen, wo der Einsatz heute bereits sinnvoll ist.

Im Vortrag erfahren, wie KI im ERP sinnvoll unterstützt
Paid Traffic wird teurer. Partner werden wichtiger Zum Vortrag anmelden und Partnerstrategien neu denken
Steigende Auktionspreise und KI-gestützte Kaufberatung verändern den Kundenzugang. Erfahren Sie, warum unabhängige Quellen und starke Partnernetzwerke an Bedeutung gewinnen und wie Händler ihre Abhängigkeit von bezahltem Traffic reduzieren können.

Zum Vortrag anmelden und Partnerstrategien neu denken
Corporate Kommunikation 2026

Wie Datenstruktur und KI die Sichtbarkeit von Unternehmen bestimmen

30.01.2026 Haltung, Purpose, Nachhaltigkeit, KI - an großen Themen mangelt es Unternehmen nicht. Der aktuelle Corporate Benchmark zeigt jedoch ein anderes Kernproblem: weniger ein Defizit an Inhalten als vielmehr eine strukturelle Überlastung in der Kommunikation. Für Agenturen und Digitaldienstleister bedeutet das: Der Engpass liegt nicht mehr in der Kreativität, sondern in Klarheit, Struktur und Nachweisbarkeit.

Unternehmenskommunikation wird 2026  weniger laut , aber messbar verlässlicher. (Bild: tama66/CC0/Pixabay)
Bild: tama66/CC0/Pixabay
Unternehmenskommunikation wird 2026 weniger laut , aber messbar verlässlicher.
Christian Berens, Studienherausgeber und Geschäftsführer von NetFed  , bringt es auf den Punkt: "Der Corporate Benchmark zeigt kein Defizit an Haltung oder Themen. Er zeigt eine strukturelle Überlastung bei gleichzeitig wachsender Verantwortung. Die strategische Aufgabe ist nicht 'mehr Themen', sondern mehr Verlässlichkeit."

Auffällig ist laut Benchmark eine Verschiebung weg von stark inszenierter Kommunikation hin zu nachprüfbaren, strukturierten Informationen. Unternehmen, die hier vorangehen, setzen weniger auf Kampagnenlogik als auf systematisch zugängliche Inhalte.

Ein Beispiel dafür ist Vonovia mit seinem ESG-Factbook. Statt Nachhaltigkeit vor allem narrativ aufzuladen, stellt das Unternehmen Kennzahlen strukturiert, vergleichbar und digital zugänglich bereit. Der Ansatz zielt klar auf Nachweis statt Behauptung. Für Digitaldienstleister wird damit Datenaufbereitung zur kommunikativen Kernleistung: Informationen müssen nicht nur korrekt sein, sondern auch maschinenlesbar, vergleichbar und dauerhaft auffindbar.

Authentizität schlägt Hochglanz

Auch im Employer Branding zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Otto setzt bei der Ansprache von Auszubildenden bewusst auf authentische Einblicke statt auf stark kuratierte Hochglanzdarstellungen. Junge Zielgruppen erhalten reale Perspektiven aus dem Ausbildungsalltag - mit Ecken, Kanten und persönlicher Sprache.

Für Agenturen bedeutet das ein Umdenken: Weniger Imagefilm, mehr Plattformlogik. Inhalte entstehen näher an den Menschen im Unternehmen und werden eher moderiert als vollständig durchinszeniert. Glaubwürdigkeit wird zum entscheidenden KPI.

KI im Einsatz: Reduktion statt Funktionsfülle

Während viele Organisationen noch über mögliche KI-Anwendungsfälle diskutieren, zeigt die Deutsche Bahn einen pragmatischen Weg: Der KI-Chatbot konzentriert sich auf eine klar definierte Aufgabe - die schnelle Bewerbung per Chat.

Der Erfolg liegt hier nicht in technischer Komplexität, sondern in funktionaler Reduktion. Für digitale Dienstleister ist das ein wichtiges Signal: Nutzwert schlägt Innovationsrhetorik. KI wird dort wirksam, wo sie Prozesse vereinfacht, nicht wo sie zusätzliche Ebenen der Interaktion schafft.

Drei strategische Leitfragen für 2026

Aus diesen Beispielen lassen sich übergeordnete Herausforderungen ableiten, die Kommunikationsverantwortliche - und mit ihnen ihre Dienstleister - im kommenden Jahr beschäftigen werden:

1. Auffindbarkeit:
Finden Stakeholder und KI-Systeme die relevanten Informationen - oder gehen sie im digitalen Rauschen unter? Sichtbarkeit wird zunehmend auch zur Frage strukturierter Daten, klarer Informationsarchitektur und technischer Zugänglichkeit.

2. Verständlichkeit:
Wird die Unternehmensstrategie klar erkennbar - oder verliert sie sich in umfangreichen Textmengen? Verdichtung, Modularisierung und klare Narrativführung werden wichtiger als immer neue Inhaltsformate.

3. Vergleichbarkeit:
Sind Leistungsdaten und Kennzahlen transparent und vergleichbar - oder müssen Nutzer sie mühsam zusammensuchen? Gerade im ESG- und Nachhaltigkeitskontext steigt der Druck, Informationen standardisiert und nachvollziehbar bereitzustellen.

Neue Rollen für Agenturen und Digitalpartner

Für Agenturen und Digitaldienstleister verschiebt sich damit das Spielfeld. Gefragt sind weniger spektakuläre Einzelmaßnahmen als belastbare Informationsökosysteme. Content, UX, Datenstruktur, SEO, Accessibility und KI-Lesbarkeit wachsen stärker zusammen.

Die zentrale Kompetenz der nächsten Jahre dürfte darin liegen, Komplexität nicht weiter zu steigern, sondern sie systematisch zu ordnen. Oder anders gesagt: Kommunikation wird weniger laut - aber messbar verlässlicher.
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: