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Spielzeughandel: Online-Anteil steigt rasant

22.02.2019 Spielzeugkäufe im Internet machen Filialhändlern immer mehr Konkurrenz. Der Onlineanteil verdoppelt sich seit 2011 von 20 auf 40 Prozent.

Der stationäre Spielwarenhandel verliert an Bedeutung (Bild: jg)
Bild: jg
Der stationäre Spielwarenhandel verliert an Bedeutung
Die Offerista Group  , die auf digitales Handelsmarketing spezialisiert ist, hat verglichen, wo Verbraucher zwischen 2011 und 2018 Spielwaren gekauft haben. Keine gute Nachricht für stationäre Spielwarenhändler: Der Onlinehandel hat seinen Anteil in nur sieben Jahren von 20 Prozent auf 40 Prozent verdoppelt.
(Grafik: Offerista)

Entwicklung der Online-Umsätze von Spielwaren 2011 bis 2017
Entwicklung der Online-Umsätze von Spielwaren 2011 bis 2017 (Grafik: HighText Verlag)


Der stationäre Fachhandel hat im gleichen Zeitraum seinen Anteil von 38 auf 30 Prozent um mehr als ein Fünftel verringert. Einen im Verhältnis ähnlichen Rückgang beim Verkauf von Spielsachen verzeichnen Verbrauchermärkte (von 15 auf 12 Prozent) und Lebensmitteldiscounter (von 5 auf 4 Prozent). Warenhäuser (von 12 auf 8 Prozent) und andere Händler (von 9 auf 6 Prozent), die Spielwaren in ihrem Sortiment haben, verlieren seit 2011 jeweils ein Drittel ihres Anteils.

Für viele Menschen, die Produkte aus dem Spielwaren-Bereich finden möchten, ist die Online-Suche der erste Schritt. Oft steht Google hier als Informationsquelle für den Spielzeugkauf ganz vorne. Nicht selten münden diese Suchanfragen auch in Online-Käufen bei Amazon & Co. Deswegen empfiehlt Benjamin Thym , Geschäftsführer der Offerista Group, stationären Händlern, im Internet besser sichtbar zu sein: "Die Angebotskommunikation von Spielwarenläden ist oft noch weitestgehend auf Printprospekte ausgerichtet, obwohl sie digital neue Kunden erreichen können. Auch solche, die nie eine gedruckte Werbung lesen." Laut einer Umfrage im Publisher-Netzwerk der Offerista Group erreichen Händler mit digitalen Prospekten andere Leser, als mit Print-Prospekten. Mit 36 Prozent wohnen mehr als ein Drittel der Nutzer außerhalb von Printverteilgebieten, 13 Prozent verweigern die Haushaltswerbung in ihren Briefkästen und 31 Prozent lesen Angebote ausschließlich online, trotzdem sie gedruckte Wochenangebote erhalten.
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