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Online-Handels-Umsätze in Deutschland: Von Stagnation keine Spur

02.10.2015 Nach wie vor wächst der Online-Handel in Deutschland und wird 2015 laut Hochrechnung rund 46 Milliarden Euro umsetzen. Besonders Multichannel-Händler können auf ein stetes Marktwachstum verweisen.

 (Bild:  Garry Knight/Flickr)
Bild: Garry Knight/Flickr
Bild:  Garry Knight/Flickr unter Creative Commons Lizenz by
Ein Ende des Online-Wachstums ist nicht in Sicht. Die Zeitreihe der IFH-Online-Experten zeigt: Seit 2010 wächst der deutsche Online-Handel um mindestens vier Milliarden Euro pro Jahr. Von Stagnation kann also bei Weitem keine Rede sein.

2015 könnte der Umsatz 46 Milliarden Euro betragen

Ein detaillierter Blick in die Zahlen der neuen IFH  -Studie "Branchenreport Online-Handel 2015" verrät: Das prozentuale ECommerce-Wachstum im B2C verlangsamt sich zwar ein wenig, die Wachstumsraten sind aber weiterhin zweistellig. So wuchs der deutsche Online-Markt 2014 um 11,3 Prozent und auch für das laufende Jahr rechnen die IFH-Experten mit einem Zuwachs von über zehn Prozent. Somit wird der Online-Handel 2015 das aktuelle Marktvolumen von 42 Milliarden Euro (2014) erneut um über vier Milliarden Euro auf rund 46 Milliarden Euro (2015) steigern können.

(Grafik: IFH Köln; Grafik: HighText Verlag)
"Unsere Zahlen belegen ein stetiges Online-Handels-Wachstum für die vergangenen Jahre mit zweistelligen Zuwachsraten von Jahr zu Jahr. Die Entwicklung des B2C-E-Commerce lässt sich klar nachzeichnen. Für mich steht deshalb völlig außer Frage, dass wir auch in den kommenden Jahren weiterhin erheblich wachsende Online-Umsätze sehen werden. Allerdings mit deutlichen Unterschieden in einzelnen Warengruppen: Die verschiedenen Produktkategorien entwickeln sich auf unterschiedlichem Niveau und mit unterschiedlicher Geschwindigkeit", so Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Vertriebsformen: Multi-Channel-Händler holen auf

Auch wenn das anhaltende Online-Handels-Wachstum bezogen auf den Handel insgesamt vor allem zulasten der Umsätze stationärer Händler geht, holt der stationäre Handel im Netz auf. Internet-Pure-Player bleiben zwar mit einem Anteil von 37,7 Prozent (2014) online die dominierende Vertriebsform, doch Multi-Channel-Händler können mit einem Anteil von 30,7 Prozent (2014) weiter leicht Boden gut machen. Laut Hochrechnung werden die ursprünglich stationären Händler 2015 mit ihren Online-Shops das dritte Jahr in Folge anteilsmäßig leicht wachsen können.

"Dass Multi-Channel-Händler ihren Online-Anteil erneut ausbauen können zeigt, dass sich die zahlreichen Bemühungen in Sachen Cross-Channel langsam auszahlen. Aber: Das bedeutet noch lange keine Entwarnung für den stationären Handel insgesamt. Händler, die sich der Digitalisierung verschließen, werden immer weiter Marktanteile verlieren", warnt Hudetz.
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