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Alexa-Advertising: Wie Werbung in Sprachagenten funktioniert

30.01.2018 Amazons Echo, Googles Home als Werbeflächen: Schon bald wird es Werbung in Sprachassistenten wie Alexa und Co. geben, die Start-ups stehen bereit. Das kann sogar funktionieren, aber ist kompliziert. Wie Alexa-Advertising aussehen muss.

Werbung auf Sprachassistenten wird kommen. Und schon bald. (Bild: Amazon)
Bild: Amazon
Werbung auf Sprachassistenten wird kommen. Und schon bald.

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TL;DR
Werbung auf Sprachagenten kann funktionieren, aber man wirbt auf heiklem Territorium
Wo immer der Nutzer hingeht, wann immer ein neues interaktives Medium, Format oder Endgerät entsteht - die Advertiser erwarten ihn entweder schon dort oder sie kommen so schnell es nur geht nach.

Bei Apples Watch etwa gründeten sich die ersten Vermarkternetzwerke für Apple-Watch-Ads noch bevor die Uhr herauskam. Dabei war eigentlich klar, dass Apple bei diesem Spiel nicht oder nur mit strengen Auflagen mitmachen würde. Und so musste sich eines dieser Ad-Netzwerke, das ganz kleine Werbung auf das Winz-Display zaubern wollte, kurz nach Gründung vom Markt zurückziehen (iBusiness berichtete in seiner Analyse Vermarkter-Wahnsinn im März 2015). Übrig blieb von 'Tapsense' nur ein Haufen gephotoshopte Demobilder von niemals stattgefundenen Werbeeinblendungen auf der Apple-Uhr und der zerknirschte Hinweis, dass die Plattform wohl nicht funktioniert und nicht mit Apples Richtlinien vereinbar sei - goodbye, User. Doch es gibt noch mehr Beispiele.

In seiner Analyse Der Relevanz-Irrtum lieferte iBusiness zahlreiche Beispiele für Vermarkter und Marketer, die bereits von neuen Werbeformaten träumten, obwohl das dazugehörige Inventar noch gar nicht existierte.
  • Da träumte die Agentur Digitaland.tv   von Kunden, die mit Datenbrillen QR-Codes auf Plakaten scannen, um personalisierte Werbung abzurufen,
  • Salesforce.com   von IoT-Advertising mit 100-prozentiger (jap) Klickrate
  • und Werbeagentur Penna Powers   wollte Datenbrillen-Trägern mit Ads auf die Retina rücken.
Vor diesem Hintergrund verwundert es fast, dass wir noch keinen flächendeckenden Hype für Werbung in Sprachagenten wie Amazons   Alexa und Google Home  , Siri   oder Assistant   haben. Besonders vor dem Hintergrund, dass fast zwei von drei Deutschen bereits mit Sprachassistenten interagieren und bereits jeder sechste Nutzer via Sprachassistenz Umsätze generiert (iBusiness berichtete).

Doch das Advertising in Sprachagenten wie Alexa und Co. kommt. Ab jetzt.

... und jetzt sind die Smart Speakers dran: Die Dämmerung des In-Skill-Advertisings

Im englischsprachigen Markt bot bis vergangenes Jahr die Agentur VoiceLabs   den Kunden 'Sponsored Messages' auf Alexa und Co an. (UPDATE) Dann allerdings verschärfte Amazon seine Richtlinien und verbot Werbung in Skills mit einigen engen Ausnahmen: In Streams, Info-Zusammenfassungen (etwa Nachrichtend es Tages), Radio-Apps oder Podcasts sind Ads noch erlaubt.

In Deutschland stößt nun die Agentur Q4 Reachlabs   mit Ads für Alexa jetzt in die nur noch eng klaffende Marktlücke Alexa-Advertising vor. Geschäftsführer Korbinian Spann schweben getargetete Ads von extremer Kürze vor, die sich nahtlos in die Sprachausgaben der Assistentin fügen. Die Werbung wird in den 'Skills' stattfinden - die sind quasi das Gegenstück zu Apps auf dem Smart-Lautsprecher und heißen bei Google Home 'Actions' statt Skills ('Wetter-Skill', 'News Action' etc.): "Aktuell sind diese Skills für Alexa und Co. noch nicht monetarisierbar. Wir sammeln nun Reichweiten ein von Skill-Entwicklern." Dann könnte eine Ad etwa so aussehen, dass ein Nutzer sich das Wetter vorhersagen lässt und kurz und bündig den Hinweis bekommt, dass bei Regen etwa eine Wind- und Wetterjacke der Firma XY ganz toll wäre. Damit tanzt man aber als Advertiser bereits auf dem Vulkan: In einem Wetter-Skill verstieße so ein Hinweis gegen die aktualisierten Richtlinien von Amazon - in einem Wetterpodcast oder am Ende einer Tagesnachrichten-Zusammenfassung mit Wettervorhersage wiederum nicht.

Contra: Was gegen Ads auf Smart Speakern spricht

Nach Wearable-, VR/AR- und Datenbrillen-Advertising nun also In-Skill- oder In-Action-Ads. Kann das funktionieren? Zumindest reiht sich die Sprachassistenten-Werbung in eine fragwürdige Historie ein. Zu Uhren-, Brillen- oder Augmented-Ads liegen bislang keine Erfolgsgeschichten vor. Im Gegenteil befindet sich Onlinewerbung gerade auf dem absteigenden Ast.
  • Die Klickrate von Ads liegt im homöopathischen Bereich (nur 2 bis 5 von tausend Nutzern klicken nach aktuellen Analysen auf ein Banner, wie iBusiness berichtete).
  • Auch die häufig unterstellte Branding-Wirkung von Onlinewerbung bei nicht-klickenden Nutzern ist zumindest fragwürdig, empfinden Nutzer laut repräsentativen Umfragen die Banner doch als 'nervig' und 'nutzlos' (iBusiness berichtete).
  • Parallel steigt das Blocking von Ads: Der BVDW mag hier regelmäßig eine sinkende AdBlocking-Rate für Deutschland feststellen. Doch alle von iBusiness zusammengetragenen Indizien sprechen dafür, dass diese Feststellung falsch ist (siehe Analyse). Vieles spricht dafür, dass aktuell 25 bis knapp 40 Prozent der deutschen Nutzer blocken.
  • Hinzu kommt, dass ein Webgigant wie Facebook ebenfalls massiv gegen werbliche Inhalte vorgeht, weil diese Nutzer abschreckt: Das soziale Netzwerk verändert derzeit seinen Algorithmus dahingehend, dass weniger Markenposts sichtbar sind: Facebook wird ein großer NativeAd-Blocker.
(Grafik: HighText Verlag)
Vor diesem Hintergrund sind die Rahmenbedingungen für Ads in Sprachagenten nicht besonders gut. Ganz besonders, da smarte Lautsprecher in einem intimen Verhältnis zum Nutzer stehen: Sie befinden sich im innersten Vertrauenskreis des Nutzers, seinen eigenen vier Wänden, er kommuniziert direkt mit ihnen und verbindet sie mit anderen Endgeräten in seinem Besitz. Und je näher ein Medium oder Endgerät einem Nutzer ist, desto relevanter muss die Werbung sein, die dort ausgespielt wird: Die Werbung auf einem Plakat blendet man schlicht aus, die Werbung im Internet der Dinge, zu dem Smart Speaker zählen, ist uns gefährlich nahe.

Pro: Unter welchen Bedingungen Alexa-Advertising funktionieren kann

Doch auf der anderen Seite sprechen einige Faktoren dafür, dass die Werbung in Sprachagenten funktionieren kann, solange man sie richtig macht.
  • So ist ein Sprach-Assistent mit enormen Benefits verbunden - wie etwa 'Convenience'. Und erhöhen Ad-finanzierte Skills meine Convenience, so steigt potenziell auch die Akzeptanz: "Vorstellbar sind solche Ads nur mit einem Mehrwert aus der Werbung", sagt der Chef der Unternehmensberatung DHUB    und Smart-Home-Experte Dirk Heuß: "Wenn man etwa nach 'Gürtelrose' fragt und vom Smart Speaker eine Erklärung erhält, könnte sich daran die Frage des Assistenten anschließen, ob man mehr erfahren möchte - und dann erhält der Nutzer den Hinweis, dass eine Information durch eine bestimmte Klinik gesponsert wurde, die auch gleichzeitig noch einen Beratungstermin anbietet."
  • Ein weiterer positiver Faktor für Alexa-Ads kann die allgemeine Entwicklung unseres Umgangs mit persönlichen Daten sein. Aktuelle Erhebungen zeigen an, dass junge Menschen der Nutzung ihrer Daten durch Unternehmen viel indifferenter gegenüberstehen (iBusiness berichtete).
Grundsätzlich ist es also denkbar, Werbung im Ökosystem von Sprachagenten zu machen, wenn man sie richtig macht. Einige Merkmale sind kritisch für einen Erfolg.

Eigenschaften von Sprachassistenten-Werbung und ihr Effekt auf den Nutzer
Hohe ErfolgsaussichtHoher Frustrationsfaktor
Einheitliches Audiodesign: Gleiche Stimme wie Alexa (möglich mit Online-Voice-Generatoren), keine Musik, Kürze - (Update: Hat einen Nachteil. Laut Amazons Richtlinien   ist das nicht erlaubt).Aufdringliche, verfremdende Tonalität: Musik,
andere Stimme, unnötige Länge und/oder Audioelemente
Frequency Capping: Der Nutzer bekommt die Markenwerbung nur sporadisch zu hörenDampf-Marketing: Der Nutzer hört ständig Spots der gleichen Marke
Branding-Ausrichtung: Marke positioniert sich als kompetente AutoritätFalsche Positionierung im Funnel: Performance/Abverkauf
Anschlussfähigkeit geschieht über Etablierung eines Keywords: Eine starke Marke/ ein einprägsamer Produktname machen das Produkt außerhalb des Agenten auffindbarAnschlussfähigkeit geschieht über die Nennung von Links/CTAs - Amazon erlaubt Weiterleitungen nicht, deswegen wäre der Medienbruch zu stark
Werbefinanzierter Service: Die Ad kommuniziert, dass hier eine Leistung von einem Advertiser bezahlt wird (Content-Marketing)Konkrete Verkaufsabsicht: Die Werbung ist einfach nur Werbung (Native Advertising)
Kontextgetargetet: Korrespondiert mit Thema der Suchanfrage (Schirmwerbung in Wetter-Skill)Dekontextualisiert: Inventar wird mit beliebiger Werbung bestückt (Geländewagenwerbung in Rezepte-Anwendung)
Somit erscheint es als Königsweg, Advertising auf Alexa im Rahmen von Content-Skills - insbesondere dem Podcast zu betreiben. Das ist nicht nur richtlinienkonform, sondern entspricht auch allen anderen vorgenannten Kriterien automatisch. Selbst ein Unterbrecher-/Verfremdungseffekt durch die Werbung existiert nicht, da man als Hörer Werbeformate in radioähnlichen Programmen kulturell gewöhnt ist. (Wie Podcast und deren Monetarisierung funktionieren und was sie kosten, hat übrigens die iBusiness-Analyse detailliert aufgezeigt).

Von der Agentur Explido iProspect    kommen außerdem noch einige Hinweise zur Optimierung auf Daten- und Keywordstruktur:
  • Optimierung der lokalen und mobilen Suche
    Die meisten Sprachsuchen haben einen lokalen Bezug. Daher empfiehlt sich die Optimierung lokaler Sucheinträge und die Integration von Call to Actions. Lokal relevante Umfelder wie Empfehlungsplattformen sind hier spannende Skills.
  • Kreation von Voice Search Kampagnen & Keywords
    Sprachgesteuerte Suchanfragen sind länger, kommunikativer. Fragen und Antworten rund um Produkte und Services sollten entworfen werden und dann Fragewörter und ganze Sätze in die Keywordlisten integriert werden.
  • Strukturierte Daten
    Auf individuelle, userspezifische Fragen können nur diejenigen Advertiser relevante Antworten liefern, welche die Informationen über Bots und Daten strukturiert auswerten und bereitstellen können.
Ads können also in Sprachagenten funktionieren - wenn die Advertiser gewisse 'Gestaltungsvorgaben' einhalten. Doch wohin wird sich Advertising in Sprachagenten entwickeln? Es gibt vier mögliche Szenarien.

Vier Szenarien, wie sich Werbung auf Smart Speakern entwickeln wird

Best-Case-Szenarien
Worst-Case-Szenarien
Aktiv
15%
Best-Case-Szenario

Blühende Landschaft

Es wird Ads in Speakern und auch Chatbots und Agentenlösungen geben. Dabei entsteht eine weitgehend unregulierte Dienstleister-Landschaft mit Agenturen, Tradingdesks und Vermarktern. Das Geschäft läuft liberal und gut.

Aktiv
50%
Worst-Case-Szenario

Reguliertes Ökosystem

Ads in Speakern wie dem Echo werden ein lukratives Geschäft - aber nur für die Betreiber wie Amazon, die das Geschäft selbst übernehmen und kategorisch alle anderen ausschließen, die mitverdienen wollen. Vielleicht lässt wenigstens Google ein paar Advertiser rein.

Passiv
30 %
Best-Case-Szenario

Der große Frust

Nutzer reagieren binnen kurzer Zeit allergisch auf Ads in Sprachagenten. Entweder Amazon unterbindet das Geschäft oder wir erleben schon bald Audio-Adblocker für den Echo.

Passiv
5%
Worst-Case-Szenario

Werbefreie Biotope

Amazon verbannt die Werbung aus Smart Speakern ersatzlos, legt also selbst keine Formate nach, die es selbst vermarktet. Skills bleiben werbefrei.


Am wahrscheinlichsten ist also, dass Internetgiganten wie Amazon sukzessiv heute noch recht liberale Advertising-Biotope übernehmen - wie SEA und Programmatic Banner. Was das für Advertiser, Agenturen und Publisher bedeutet, behandelt iBusiness in der kommenden Analyse 'Wie Advertising in Sprachagenten den Agenturmarkt verändert'.
Thema: Alexa-Advertising: Wie Werbung in Sprachagenten funktioniert

Kommentar von Sebastian Halm

Jonglieren mit Dynamit

Wer in Sprachassistenten werben will und seine Zielgruppe respektiert, wird sich vor allem dann auszeichnen, wenn er eine Reihe von Dingen eben nicht tut.

Weiterlesen
iBusiness-Analyst Sebastian Halm (HighText Verlag OHG)
Bild: HighText Verlag OHG
Neuer Kommentar  Kommentare:

Zu: Alexa-Advertising: Wie Werbung in Sprachagenten funktioniert

Moin,

zwei kurze Hinweise von mir:

Die Firma VoiceLabs hat ihr Advertising Tool bereist im Juni 2017 wieder eingestampft:

https://techcrunch.com/2017/06/15/the-first-ad-network-for-alexa-skills-shuts-down-following-amazons-policy-changes/

Und was der Firma Agentur Q4 Reachlabs da so vorschwebt ist aufgrund der Werberichtlinien von Amazon für Alexa Skills so nicht erlaubt. Die einzige Werbung, die derzeit umsetzbar ist, wäre in einem Radio Stream, wenn es sich um keine speziell für Alexa gestaltete Anzeige handelt.

Steht alles hier:

https://developer.amazon.com/de/docs/custom-skills/policy-testing-for-an-alexa-skill.html#5-advertising

Das sollte auf jeden Fall bei diesem Thema bedacht werden.

Gruß,

Ralf Eggert

Zu: Alexa-Advertising: Wie Werbung in Sprachagenten funktioniert

Nachtrag:

Die Stimme von Alexa für Werbung verwenden zu wollen, wird übrigens ebenfalls kategorisch ausgeschlossen. Die Schaufeln der Goldgräber können also wieder eingepackt werden.... ;-)
kein Bild hochgeladen
Von:
Am: 31.01.2018

Zu: Alexa-Advertising: Wie Werbung in Sprachagenten funktioniert

Ich etwas fassungslos um ehrlich zu sein. Wieso wird einem Redakteur erlaubt soviel Unwissen/Unwahrheit zu veröffentlichen? ...und dann auch noch als Premiumcontent. Muss es wirklich Klicks sammeln um jeden Preis sein?

Als Zukunftvision hätte man es ja noch stehen lassen können, mehr aber auch nicht. Herr Eggert hat wichtige Punkte bereits genannt. Aktuell gibt es eine Hand voll Menschen die Digitale Sprachassistenten gut genug kennen um wirklich als Kompetent in diesen Bereich zu gelten und keiner davon arbeitet bei ibusiness, aber auch nicht bei Siemens, oder Henkel oder dem goldenen Hirschen e.t.c. Auch hier braucht das Marketing und die Presse mal wieder ganz dringend wesentlich mehr Realitätsverbundenheit, sonst ist das nur grüne Luft. Schade...

Zu: Alexa-Advertising: Wie Werbung in Sprachagenten funktioniert

Hallo;

Danke für den Input. An alle.
@Robert Mendez: ich darf annehmen, sie meinen, die kompetenten Menschen arbeiteten alle für Ihr auf Voice Marketing/Voice Shopping spezialisiertes Unternehmen, allerdings vertrete ich die Ansicht, dass die in unserem Artikel genannten Experten und Zahlen nicht nur meines Erachtens nach valide und zuverlässig sind, sondern Experten auf ihrem Gebiet, dass Smart Home, KI und Sprachagenten umfasst. Übrigens bezweifle ich, dass es bei Siemens und Henkel ausschließlich inkompetente Mitarbeiter im Marketing gibt.

Mal abgesehen davon, dass der Artikel in der Tat eine zukünftige Blickrichtung einnimmt (sichtbar am am Handlunsgrelevanzkasten oben), vermisse ich ein wenig die validen Belege in ihrem Beitrag, wie sie
@Ralf Eggert durchaus gebracht hat.

P.S. Premiumcontent als Geschäftsmodell ist grundsätzlich NICHT auf das Sammeln von Klicks angelegt.

Danke für den Hinweis, übrigens an Ralf Eggert. Spannender Hinweis, dass VoiceLab das Geschäftsfeld jtzt schon wiederaufgegeben hat - ich hätte denen noch sechs Monate gegeben. Damit tritt es übrigens in die Fußstapfen von Tapsense (siehe Artikel) - ein Unternehmen, das ebenfalls platzte noch bevor es fliegen konnte - sein Geschäftsmodell waren AppleWatch-Ads. Man sieht ein Muster: Die GAFA-Unternehmen verstehen immer weniger Spaß, wenn es um ihre Assets geht.

Zu: Alexa-Advertising: Wie Werbung in Sprachagenten funktioniert

Hallo Herr Halm,

danke für das Update. Wichtig wäre noch, dass gerade die Ideen und Vorschläge der beiden genannten Experten nach dem aktuellen Stand der Dinge nicht umsetzbar sind.

Bei unserem Adventskalender Skill "Hallo Advent2 hatten wir ein Gewinnspiel integriert und mussten aufgrund der Advertising Richtlinien auf die Nennung der Preise und Sponsoren im Skill selber verzichten. Wir haben das Problem damals mit einer begleitenden Website gelöst. Somit ist das Nennen von Sponsoren besonders durch Alexas Stimme eben aktuell laut Amazon nicht erlaubt.

Das Ganze nimmt dem Themenfeld Advertising auf Alexa leider fast komplett die Luft zum Atmen.

Gruß,

Ralf Eggert

Zu: Alexa-Advertising: Wie Werbung in Sprachagenten funktioniert

Absolut. Und sowohl frustrierend (aus Sicht der Advertiser) als auch verständlich (aus Sicht der Ökosystembetreiber wie Amazon), dass solche Verbote existieren - ich würde dieses Feld auch lieber selbst bestellen, statt andere meine Reichweite ernten zu lassen. Aber wie ich schon im Artikel schreibe: dass es so kam und dass diese Route noch weiter beschritten wird (iE: noch weniger Spielraum für Ads) erscheint zwingend. Der vorliegende Artikel ist somit nur ein operativer Input, wie sich Anzeigen temporär noch umsetzen lassen - langfristig greift aber eher das, was ich in der Folgeanalyse von heute (1.2.) schreibe: Es geht darum, Wege zum Nutzer zu finden und Positionierungen als Agentur einzunehmen, die einen aus der Abhängigkeit herausführen und der immer stärkeren Datendomäne der großen Konzerne etwas entgegensetzen.

Lieben Gruß
Sebastian Halm

Zu: Alexa-Advertising: Wie Werbung in Sprachagenten funktioniert

Nachtrag zur Thematik:

https://www.theinformation.com/articles/amazon-says-no-to-ads-on-alexa-frustrating-sony
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