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ZAW: Deutschlands Werbemarkt schrumpfte 2009

26.05.2010 Die Werbeinvestitionen in Deutschland sind im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 28,84 Milliarden Euro zurückgegangen und fielen damit auf das Niveau von 2003 zurück. Um zwei Milliarden Euro sanken die Netto-Einnahmen der Werbeträger (minus 9,8 Prozent), so die aktuellen Zahlen vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW). Nur Online ging es aufwärts. Allerdings wenig.

 (Bild: SXC.hu/Lars Sundström)
Bild: SXC.hu/Lars Sundström
Am stärksten war der Schwund beim monetären Spitzenreiter im Werbegeschäft, den Tageszeitungen. Die Netto-Werbeerlöse der 351 in Deutschland erscheinenden Tageszeitungen - inklusive 10 überregionaler Blätter und 8 Straßenverkaufszeitungen - schrumpften um 679 Millionen Euro auf 3.694 Millionen Euro. Dabei zeigte sich, dass die Rückgänge kaum struktureller Art waren, sondern der Finanzkrise und der daraus resultierenden Wirtschaftsrezession anzulasten sind, so der ZAW  .

Die zweite Gruppe in der Umsatz-Rangreihe, das Fernsehen, verlor exakt auf dem Durchschnitt des monetären Verlustes der 13 vom ZAW erfassten Werbeträger: Die Netto-Werbeeinnahmen der privaten sowie der öffentlich-rechtlichen TV-Veranstalter schmolzen um 9,8 Prozent (-396 Millionen Euro) auf 3.640 Millionen Euro ab. Die gesendeten Werbeminuten verringerten sich um 3 Prozent auf 1,56 Millionen und die Spot-Anzahl um acht Prozent auf 3,68 Millionen.

Die Online-Dienste waren 2009 die einzige Werbeträgergattung, die Werbeeinnahmen hinzu gewinnen konnte. Ihre Erlöse wuchsen indessen nur mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 764 Millionen Euro am Rande der Stagnation. Rückwärts betrachtet zeigt sich, dass auch die Betreiber dieser Mediengruppe den Werbeabschwung spürten. Die Wachstumsraten wurden immer geringer.
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