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Digitalgewerkschaft fordert Mindestlohn endlich auch für Agenten

01.04.2015 Bislang waren Agentenlösungen ein Zukunftsthema, doch nun siedeln sich die intelligenten, virtuellen Assistenten immer mehr im Mainstream an. Wie weit ihre Verbreitung ist, zeigt, dass sie jüngst ihre eigene Gewerkschaft gegründet haben, die Verag. Der erste Punkt auf der Agenda der Vereinten Agentengewerkschaft: der Mindestlohn.

Gut ausgebildet, aber schlecht bezahlt: deutsche Agenten (Bild: OpenClips Pixabay)
Bild: OpenClips Pixabay
Gut ausgebildet, aber schlecht bezahlt: deutsche Agenten
Die Verag fordert, dass der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro auch für die hart arbeitenden und meist rund um die Uhr verfügbaren Agenten gelten soll. Einen entsprechenden Antrag, das Mindestlohngesetz auf virtuelle Arbeitskräfte auszudehnen, hat sie bereits bei der Bundesregierung gestellt. "Die Zeit der virtuellen Billigarbeiter ist vorbei", sagt Dino Grips, Verag-Chef, im Interview. "Es wird Zeit, dass die wertvolle Arbeit der Agenten entsprechend finanziell wertgeschätzt wird und niemand unterhalb der Armutsgrenze leben muss."

Digitalverbände und IT-Konzerne laufen Sturm gegen den Vorstoß: Sie befürchten, dass die Kosten für die intelligenten Softwareprogramme ins Unermessliche steigen könnten. Außerdem argumentieren sie, die Digitalwirtschaft werde im Falle des Mindestlohns verstärkt auf billige Agenten-Arbeitskräfte aus weniger regulierten Märkten wie Asien und Osteuropa zurückgreifen. Ein Wirtschaftexperte warnt: "Dadurch ist eine hohe Arbeitslosigkeit unter deutschen Agenten vorprogrammiert."
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