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Springer: Bild.de bleibt Free-Content - Geld soll bei Mobile verdient werden

24.03.2009 Viele Zeitungsverlage suchen immer noch nach funktionierenden Geschäftsmodellen, um ihre Onlineangebote zu refinanzieren. Dabei kommen immer wieder Paid-Content-Modelle zur Sprache. Die Bild hat nun für sich diese Suche beendet und sich strategisch festgelegt.

Auf dem 26. Mediengipfel in Berlin gab Kai Diekmann , Chefredakteur der Bild  , die neue alte Onlinestrategie von Deutschlands größter Tageszeitung bekannt. Das Onlineangebot der Bild soll auch in Zukunft weitgehend kostenlos bleiben. Allenfalls Spezialseiten könnten gebührenpflichtig werden. Weltweit hätten die Zeitungsverlage unter "dem verfluchten Geburtsfehler des Internets" - der Kostenlosmentalität - zu leiden, so Diekmann.

"Diesen Fehler werden wir nicht korrigieren können." Daher setzte Bild.de vor allem auf die Vermarktung von Werbeplätzen und dies sei nur durch die Steigerung der Reichweite zu steigern. Funktionieren könne Paid Content bei mobilen Angeboten, etwa auf Handys oder elektronische Lesegeräte, glaubt Diekmann. Viele Menschen seien schon jetzt bereit, 60 Cent für SMS auszugeben.
Neuer Kommentar  Kommentare:

"dem verfluchten Geburtsfehler des Internets"

Hat da jemand "das Internet" (gemeint ist wohl eigentlich das WWW) nicht verstanden? Der einzige Fehler ist die totale Kommerzialisierung dieses Mediums, das eigentlich der zwischenmenschlichen Information und Kommunikation dienen sollte und nicht als Vehikel für mehr oder weniger seriöse Verkaufe.
Sorry, aber das mußte mal 'raus.

Zu: Springer: Bild.de bleibt Free-Content - Geld soll bei Mobile verdient werden

Wenn jemand meinen Content guten Gewissens klauen kann, werde ich ihm irgendwann bezahlte Inhalte vor die Nase setzen.

@Hapke

... hoffentlich sind Ihre Inhalte dann auch so exklusiv und hochwertig, daß die Nutzer 1) nicht um eine Bezahlung herumkommen und 2) dafür dann auch zahlen wollen, weil die Gegenleistung stimmt. Anders wird es nicht laufen.
Man könnte aber auch über vernünftige Alternativen nachdenken. Mögliches Szenario: Sämtliche Inhalte werden frei verteilt und spendenfinanziert. Das funktioniert natürlich nur bei Inhalten, die von den Nutzern 'geschätzt' werden, erfordert also Qualität oder eine besondere Eigenschaft (aka USP). Funktioniert aber bereits bestens in allen möglichen Bereichen (Radio, Software, Wissen), nur möchten die Holzmedien davon nichts wissen.
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