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Banken lassen bei Prozessmanagement viel Potenzial ungenutzt

16.08.2021 Die digitale Transformation und Kostenoptimierung sind aktuell die Top-Treiber für Finanzinstitute, sich mehr mit Prozessmanagement zu beschäftigen. Doch noch immer scheut die große Mehrheit der Finanzinstitute den operativen Einsatz und lässt damit viel Potenzial liegen.

 (Bild: Pixabay/ nattanan23)
Bild: Pixabay/ nattanan23
Die Bedeutung des Prozessmanagements hat für Banken 2021 nach wie vor einen hohen Stellenwert. Doch obwohl die Mehrheit der Finanzinstitute um den Nutzen und das Potenzial wissen, wagen nur ganz wenige bislang den operativen Einsatz von Analytics-Methoden wie beispielsweise Process Mining. Das zeigt die neue Studie 'Prozessmanagement & Analytics' der Unternehmensberatungen BearingPoint zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser und BPM&O zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser . Für die Studie wurden Banken vorwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach dem Stellenwert des Prozessmanagements befragt und die Ergebnisse mit den Vorgängerstudien der Jahre 2012, 2015 und 2017 sowie branchenübergreifend verglichen.

Unter den Studienteilnehmern gaben 32 Prozent an, stark bzw. sehr stark von der Covid-19 Krise betroffen zu sein. Kostensenkungen sowie Automatisierung und Standardisierung von Arbeitsweisen und Prozessen wurden in diesem Kontext als prioritäre Projekt- und Transformationsziele genannt.

Top-Treiber sind Effizienzsteigerung und digitale Transformation

Im Vergleich zu den Vorgängerstudien von 2012, 2015 und 2017 zeigen sich deutliche Unterschiede in der Bewertung des Prozessmanagements und den damit verknüpften Zielen durch die Finanzinstitute. Die Top-Treiber für Prozessmanagement bilden 2021 die digitale Transformation (47 Prozent) sowie Effizienzsteigerungsprojekte (44 Prozent). Gesetzliche Anforderungen sind weiterhin ein wichtiger Treiber in Banken (38 Prozent), jedoch im Vergleich zu 2017 nicht mehr an erster, sondern an dritter Stelle.

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Digitalisierungen und Kosteneinsparungen sind Sorgenkinder

Im Vergleich zu 2017 ist bei der Zielerreichung durch Prozessmanagement ein deutlich positiver Trend spürbar. Alle abgefragten Ziele wurden von deutlich mehr Banken und Kapitalmarktunternehmen zufriedenstellend erreicht. Dennoch gibt es signifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Zielen und es fällt besonders auf, dass ausgerechnet bei den Top-Treibern für Prozessmanagement die Zielerreichung bei den Banken nicht den Erwartungen entspricht. So liegt die Zufriedenheit mit der Digitalisierung von Prozessen nur bei 35 Prozent und bei Kosteneinsparungen sogar nur bei 29 Prozent. Auch bei der Steigerung der Kundenzufriedenheit werden die angestrebten Ziele mit nur 38 Prozent insgesamt nicht zufriedenstellend erreicht.

Von den befragten Banken gaben 71 Prozent an, regelmäßig den Nutzen von Prozessmanagement zu messen. Die Nutzenmessung erfolgt zum Beispiel über das Prozesscontrolling, prozesseigene Kennzahlen, das Unternehmenscontrolling bzw. sonstige innovative Software-Technologien. Nur 15 Prozent der Banken messen den Nutzen nicht und 14 Prozent haben keine Informationen darüber.

Operative Nutzung von Process Mining steht noch am Anfang

Die Bedeutung von Process Mining ist bei den Banken angekommen. Es ist ein Trendthema, mit dem sich inzwischen über 79 Prozent der Unternehmen aus dem Bereich Banking & Capital Markets beschäftigen. Über 50 Prozent stehen aber noch am Anfang. Während 38 Prozent erste Marktanalysen durchführen, evaluieren 21 Prozent der Banken die Unterschiede zwischen den Softwareanbietern. Der operative Nutzungsgrad ist mit gerade einmal sechs Prozent aber noch sehr schwach ausgeprägt.

Das Potential für Prozessmessung und Process Mining ist in Finanzinstituten vielfältig. Zu den fünf Top-Bereichen - bereits implementiert bzw. Implementierung geplant - gehören Compliance (31 Prozent), Konto (28 Prozent), Risk (28 Prozent), Kredit (25 Prozent) und IT (25 Prozent).

Identifikation realisierbarer Nutzenpotenziale ist größte Herausforderung

Für die Einführung von Process Mining ist laut der Befragung die Identifikation realisierbarer Nutzenpotenziale mit Abstand die größte Herausforderung (44 Prozent). Es folgen Change Management und Kommunikation mit 35 Prozent, Mobilisierung der Organisation mit 26 Prozent und Top Management Unterstützung mit 24 Prozent als weitere große Herausforderungen.

(AutorIn: Christina Rose )

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