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Social Media spielt in der IT-Branche noch keine Rolle

16.02.2011 Mit großen Erwartungen und Enthusiasmus gestartet, zieht SoftGuide   knapp ein Jahr nach dem Start seiner Social Media Aktivitäten nun eine erste Bilanz. Und diese fällt weniger euphorisch aus - im Gegenteil: Social Media ist demnach für die IT-Branche noch kein Thema.

"Von unserem Engagement insbesondere bei Facebook   und Twitter   haben wir uns aufgrund der euphorisierenden Berichterstattung in den Medien eine Menge versprochen", so Geschäftsführer Uwe Annuß . "Leider mussten wir recht schnell feststellen, dass das Hypethema Soziale Medien bei unseren 5.400 Kunden aus der IT-Branche bislang offenbar noch nicht sehr populär ist." Trotz vielfältiger Aktivitäten zur Gewinnung von "Fans" unter den SoftGuide-Anbietern sieht deren Zahl auch nach über einem Jahr noch sehr bescheiden aus: Ganze 32 Personen haben sich bislang aktiv mit der SoftGuide Facebook-Fanpage vernetzt. Bei Twitter sieht diese Zahl zwar optisch deutlich besser aus: Immerhin fast 640 Follower können potentiell die täglichen Tweets von SoftGuide empfangen. Eines ist beiden Plattformen jedoch gemein - die Resonanz und Responsequote ist sehr viel schwächer als über die herkömmlichen Kommunikations- und Marketingkanäle des Wolfsburger Business-Softwareherstellers.

Die aktiven 5.400 Kunden noch enger an SoftGuide zu binden und möglichst neue Anbieter hinzu gewinnen, dies waren die erklärten Ziele des SoftGuide-Managements im Januar 2010, als das Projekt mit Hilfe eines Berliner Social Media Experten budgetiert und gestartet wurde.

Über Direktmailings, Meldungen im Anbieter-Onlinesystem und per Newsletter wurde bei den eigenen Kunden intensiv um Vernetzung mit den SoftGuide Social Media Kanälen geworben.

Von Beginn an wurden über Facebook und Twitter redaktionell gefilterte IT-News sowie anbieterrelevante Servicethemen rund um SoftGuide veröffentlicht. Zusätzlich wurden und werden täglich Beiträge in Form von Portal-Statistiken veröffentlicht, die exklusiv nur über diese Medien abrufbar sind. Um Response unter den eigenen Followern und "Fans" zu erzielen und messbar zu machen und um neue Kunden zu gewinnen, wurden regelmäßig auch kostenfreie Leistungen propagiert, die ebenfalls ausschließlich über die sozialen Netzwerke angeboten wurden.

Das Ergebnis war letztendlich aber sehr ernüchternd, und das Feedback und die Response auf sämtliche Aktivitäten letzten Endes kaum messbar. Die für ein kleines Unternehmen wie SoftGuide nicht unerhebliche Investition in das Projekt in Höhe eines unteren fünfstelligen Betrages verbucht SoftGuide deshalb unter "Lehrgeld".


Das Fazit der Jahresbilanz von SoftGuide-CEO Annuß lautet: "Im Vergleich zum Consumerbereich ist die Akzeptanz von Facebook und Twitter im B2B-Sektor derzeit noch viel geringer. Wir empfehlen deshalb Unternehmen mit Schwerpunkt Geschäftskunden, Social Media-Projekte zunächst mit einem begrenzteren Budget zu starten und die eigenen Erwartungen nicht allzu hoch zu schrauben."
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