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Blogger soll Milliarden-Schaden angerichtet haben
14.01.2009 In Südkorea wurde jetzt ein Blogger verhaftet. Der Vorwurf: Durch seine Beiträge im Web habe er Panik erzeugt und so die Devisenreserven um 2 Milliarden US-Dollar schrumpfen lassen. Die Verhaftung wegen Verstoßes gegen das Kommunikationsgesetz erinnert eher an die Politik der Stalinisten aus Nordkorea: Denn dem Blogger 'Minerva' droht eine mehrjährige Haftstrafe.
Ende 2008 solle 'Minerva'in einem Eintrag geschrieben haben, dass die Regierung die Banken des Landes angewiesen habe, keine Dollar mehr zu kaufen, um so den südkoreanischen Won zu stützen. Nach seinem Blog-Eintrag sei es zu einem Andrang auf den Dollar gekommen, so der Vorwurf. Dadurch sei die Stabilität des Wechselkurses weiter in Mitleidenschaft gezogen worden. Zur Stabilisierung des Marktes habe die Regierung einen Teil der Devisenreserven mobilisieren müssen.
Der Mann muss mit einer Anklage wegen Verstoßes gegen das Kommunikationsgesetz rechnen. Bei einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe. Der Verdächtige hatte die Veröffentlichung der Artikel zugegeben, jedoch gesagt, er habe mit seinen kritischen Kommentaren sozial unterpreviligierten Menschen helfen wollen. Er sei sich keiner Schuld bewusst. Inzwischen wird der Fall in Südkorea kontrovers diskutiert.
