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Pandemie sorgt für mehr Nachhaltigkeit

26.11.2021 Bei 40 Prozent der Deutschen hat die Corona-Pandemie zum Umdenken und zu einem nachhaltigeren Lebensstil geführt. Die Mehrheit der VerbraucherInnen in Deutschland ist demnach davon überzeugt: Jede/r Einzelne kann einen Beitrag im Kampf gegen die globale Erwärmung und für mehr Umweltschutz leisten. Den größten Einfluss, etwas zu verändern, sehen sie bei Unternehmen.

 (Bild: Photo by Lukasz Szmigiel on Unsplash)
Bild: Photo by Lukasz Szmigiel on Unsplash
Die Corona-Pandemie hat weltweit zu tiefgreifenden Veränderungen im Konsumverhalten von VerbraucherInnen geführt. Das belegt die neue Green Response Study   von Essity, an der rund 10.000 Menschen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Holland, Italien, Mexiko, Russland, Schweden, Spanien und den USA teilgenommen haben. Ziel der Studie war es herauszufinden, ob die Pandemie zu einem nachhaltigeren Denken und Handeln geführt hat.

Der deutsche Warenkorb wird nachhaltiger

In Deutschland leben aktuell bereits 40 Prozent der Menschen nachhaltiger als noch vor der Pandemie. Die meisten davon (48 Prozent) recyceln laut Green Response Study mehr. Es wird aber auch Energie gespart (44 Prozent), Lebensmittelabfall reduziert (43 Prozent) und weniger Fleisch gegessen (40 Prozent). Außerdem kaufen die Deutschen jetzt deutlich bewusster ein: So ist es 42 Prozent wichtig, dass die Verpackungen von Produkten umweltfreundlich sind. 41 Prozent legen insgesamt umweltfreundliche Produkte in ihren Einkaufskorb. Damit liegt Deutschland im weltweiten Ländervergleich auf Platz 3, nur übertroffen von Russland (47 Prozent) und Mexiko (49 Prozent). 40 Prozent meiden Einweg-Produkte, wo immer möglich.

Dass sie mit ihrem individuellen Verhalten dazu beitragen können, die globale Erwärmung zu verlangsamen - davon ist ein Großteil der Deutschen überzeugt: 54 Prozent zeigen sich hier optimistisch. Trotzdem sehen die meisten Befragten vor allem Unternehmen in der Pflicht: 75 Prozent schreiben der Industrie einen großen Einfluss zu, etwas nachhaltig verändern zu können.

Unternehmen sind in der Verantwortung

KonsumentInnen erwarten von Unternehmen, dass sie in puncto Umweltschutz aktiv werden. Sie sollen beispielsweise den Einsatz von Chemikalien verringern, Plastikverpackungen reduzieren und recycelte Materialien in ihrer Produktion verwenden. Außerdem wünscht man sich, dass Produkte gefertigt werden, die wiederverwendbar oder zu 100 Prozent recycelbar sind, regionale, nachhaltige Rohstoffe zum Einsatz kommen und Unternehmen neben ihrem Produktionsabfall vor allem ihren Energie- und Wasserverbrauch reduzieren.
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