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DVD-Nachfolger: Samsung-Manager gibt Blu-Ray Schonfrist
09.09.2008 Nachdem Toshiba Anfang des Jahres überraschend das Aus für den potenziellen DVD-Nachfolger HD-DVD verkündet hat, setzt nun ein Topmanager des weltweit größten Unterhaltungelektronikkonzern der Blu-Ray eine Schonfrist. Auch die Branchenstimmung hierzulande ist gegenüber dem blauen DVD-Erben eher zurückhaltend.
Hierzulande fließen bisher kaum bis keine Investitionen in die Blu-Ray-Technik. Noch sehen die Medienreplikatoren in dem neuen Medium keinen Standard. Es bestünden weder Blu-Ray-Anfragen noch -Aufträge, wie die meisten Anbieter erklären. Zudem sind kaum Abspielgeräte verfügbar. Interessant ist Blu-Ray derzeit nur für die Filmindustrie, da sind sich die Medienvervielfältiger einig. Für die Aufträge der unabhängigen und kleineren Medienreplikatoren hingegen sind CD- und DVD-Format bisher vollkommen ausreichend. Und das wird sich nach Einschätzung der Branche vorerst nicht ändern. Alternativ existieren die Formate DVD 9 und 10, mit mehr als doppelt so großen Speicherplätzen wie bei herkömmlichen DVDs.
Der Markt für optische Speichermedien wird in den kommenden Jahren weiter schwinden, befürchten Dienstleister, da der Online-Vertrieb zunehmend an Bedeutung gewinnt. Sogar Industrie-Vertreter schätzen, dass das künftige HD-Medienformat keine große Bedeutung mehr haben wird. Für die Filmindustrie ist es ohnehin günstiger, Filme direkt zum Herunterladen anzubieten. Bis sich Blu-Ray durchsetzt, gibt es längst Flashspeicher mit Kapazitäten im dreistelligen Gigabyte-Bereich. So können Verbraucher gleich mehrere HD-Filme auf den kleinen Sticks mitnehmen und statt der Abspielgeräte ist dann der Datenzugriff via USB möglich.
Erst im Februar 2008 gab Toshiba überraschend das Aus für die HD-DVD bekannt. Damit fiel die Entscheidung um den Nachfolgestandard der DVD völlig unerwartet zugunsten der Blu-Ray .
