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Deutsche Games-Unternehmen verlieren Marktanteile
25.08.2021 Der Anteil deutscher Spiele-Entwicklungen auf dem Heimatmarkt sinkt nach Erhebung des Branchenverbands Game auf rund 4,2 Prozent. während der Gesamtmarkt 2020 auf 8,5 Milliarden Euro gestiegen ist.
Blieben von 100 Euro, die für Games in Deutschland ausgegeben wurden, 2019 noch 4,93 Euro bei deutschen Spiele-Entwicklern, waren es 2020 nur noch 4,17 Euro. Das gab heute der Verband der deutschen Games-Branche Game bekannt.
Dabei haben sich die einzelnen Marktsegmente recht unterschiedlich entwickelt: Bei Spiele-Apps für Smartphones und Tablets stieg der Marktanteil von rund 3,0 auf knapp 4,1 Prozent. Auf dem Teilmarkt der PC- und Konsolenspiele sank der Umsatzanteil deutscher Spiele-Entwicklungen hingegen innerhalb eines Jahres von rund 1,9 auf 1,3 Prozent. Einen besonders starken Rückgang gab es bei Online- und Browser-Spielen: Hier ging der Marktanteil auf dem Heimatmarkt um über die Hälfte zurück - von 17,6 auf 7,2 Prozent.
Dass deutsche Games-Entwicklungen vom Boom 2020 in vielen Bereichen nicht so stark profitieren konnten, hängt nach Angaben des Verbandes ganz wesentlich mit den im internationalen Vergleich weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen zusammen. Die erst vor wenigen Monaten gestartete Games-Förderung des Bundes ist ein zentraler Schritt, damit Deutschland der Anschluss an erfolgreiche Standorte gelingt. Erste Effekte der Förderung, wie die Zunahme an Beschäftigten im Kernarbeitsmarkt um 8 Prozent, zeigen sich zwar bereits.
Deutscher Games-Markt: Großer Umsatzsprung 2020
Der deutsche Games-Markt konnte im Corona-Jahr 2020 einen deutlichen Umsatzsprung verzeichnen: Insgesamt wurde mit Computer- und Videospielen sowie der dazugehörigen Hardware ein Umsatz von rund 8,5 Milliarden Euro erzielt, wie der game-Verband bereits berichtete. Das entspricht einem Wachstum von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit Spielekonsolen, Gaming-PCs und entsprechender Peripherie wurden über 3,2 Milliarden Euro umgesetzt. Das ist ein Plus von 26 Prozent im Vergleich zu 2019. Noch stärker ist der Teilmarkt für Computer- und Videospiele gewachsen: 5,2 Milliarden Euro konnten mit dem Kauf von Games, In-Game- und In-App-Käufen, Abonnements sowie Gebühren für Online-Dienste umgesetzt werden. Damit konnte dieser Teil des Marktes sogar um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen.Die Daten basieren auf Erhebungen des GfK Consumer Panels, von GfK Entertainment und App Annie sowie eigenen Markterhebungen und -beobachtungen.
Am: 26.08.2021
