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Karriere: Wie viel Gehalt Start-ups zahlen
13.06.2018 Fachkräfte in Start-ups verdienen 16.500 Euro weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in der Old Economy. Auch bei Prämien und Urlaubstagen haben Startups das Nachsehen.
Noch gravierender ist der Gehaltsunterschied bei Führungskräften: Mit 54.300 Euro jährlich liegt das Einkommen der Führungskräfte in Start-ups knapp 41.500 Euro unter dem in der klassischen Industrie (95.800 Euro). "Unternehmen in der Old Economy verfügen in der Regel über mehr Kapital, wodurch auch die Gehälter für die Beschäftigten höher sind als in Start-ups", erklärt Philip Bierbach , Geschäftsführer von Gehalt.de. Mehr Überstunden und weniger Prämien Darüber hinaus beziehen 63 Prozent der Führungskräfte in der klassischen Industrie Prämien in Höhe von fast 12.000 Euro im Jahr - in Start-ups erhalten nur 19 Prozent der Beschäftigten mit Personalverantwortung eine Prämie von circa 10.800 Euro.
Laut Studie beträgt die vertragliche Arbeitszeit bei beiden Gruppen jeweils 39 Stunden. Die tatsächlich geleistete Arbeitszeit liegt in Start-ups bei 42 Stunden - das sind zwei Stunden mehr als in klassischen Industrieunternehmen. Fach- und Führungskräften in Start-ups stehen mit jeweils 27 Urlaubstagen im Jahr zwei Tage weniger Erholung zu als in der Old Economy. Zu den am häufigsten genannten Berufen gehört unter anderem der Geschäftsführer. Dieser verdient mit circa 57.400 Euro verhältnismäßig wenig. Zudem sind auch Berufe wie Projektleiter (48.500 Euro), IT-Administratoren (46.400 Euro) und Online Marketing Manager (44.000 Euro) häufig in jungen Unternehmen vertreten.
Laut der Auswertung verfügen fast 60 Prozent der Beschäftigten über einen akademischen Abschluss. 46 Prozent dieser Gruppe besteht aus Wirtschaftswissenschaftlern. Des Weiteren stammen 16 Prozent aus der Wirtschaftsinformatik sowie zehn Prozent aus der Fachrichtung Grafik und Design. Knapp 50 der Befragten kommen aus dem E-Commerce, IT-Systemhäusern, Medien und Presse, Softwareunternehmen, Unternehmensberatungen sowie Werbung und PR.
