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Gehaltsstudie: Honorare für IT-Freiberufler sinken
03.09.2009 IT-Freiberufler der meisten Positionen - vom Software-Entwickler bis zum Projektleiter - jeden Alters und nahezu überall in Deutschland und in der Schweiz haben ihre Honorarvorstellungen jetzt niedriger angesetzt als vor einem halben Jahr. Ein paar Ausnahmen aber gibt es. Das ist das Fazit aus der aktuellen Stundensatz-Auswertung der IT-Projektbörse Gulp.
Die halbjährlich durchgeführte Analyse basiert auf den Stundensatzforderungen der mehr als 70.000 IT-Freiberufler, die ihr Profil in die Datenbank der IT-Personalagentur Gulp eingetragen haben, sowie auf den mehr als 600.000 abgewickelten Projektangeboten.
IT-Selbstständige jeden Alters sind betroffen, ein Beispiel: IT-Freiberufler zwischen 30 und 44 Jahren fordern im August 2009 im Schnitt 70 Euro. Vor einem Jahr verlangten sie einen Euro mehr. In acht von zehn Regionen Deutschlands sind die Honorarvorstellungen der externen IT-Spezialisten im letzten halben Jahr um einen Euro gesunken. Die beiden Ausnahmen sind die Postleitzahlgebiete D5 (Köln, Bonn) und D8 (München, Ingolstadt), wo die Vorstellungen gleich geblieben sind. Auch in der Schweiz sind die Stundensatzforderungen der IT-Freiberufler um einen Euro gefallen - auf jetzt 85 Euro.
Die Verdienstvorstellungen fast der Hälfte (47,9 Prozent) der IT-Freiberufler liegen zwischen 60 und 79 Euro. Im August 2008 waren das fast genauso viele (47,6 Prozent), mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass die beiden größten Säulen die Plätze getauscht haben: Die relative Mehrheit der IT-Freiberufler verlangt jetzt 60 bis 69 Euro, vor einem Jahr forderte die relative Mehrheit noch 70 bis 79 Euro. "Da ist ein kräftiger Ruck durch den Markt gegangen. Eine so deutliche Verschiebung haben wir seit Jahren nicht mehr erlebt", sagt Stefan Symanek , Marketing-Leiter von Gulp.
Im letzten halben Jahr haben IT-Freiberufler fast jeder Position ihre Stundensatzforderungen gesenkt. Zwei Ausnahmen: Die Qualitätssicherungsexperten verlangen weiterhin 63 Euro und die Administratoren unverändert 57 Euro - wie schon im Februar 2009. Die Administratoren bleiben trotzdem am bescheidensten: Sie verlangen 20 Euro weniger als die Projektleiter. "Ein Blick auf die Nachkommastellen zeigt aber, dass die Qualitätssicherungsexperten jetzt wenige Cent oberhalb der Rundungsgrenze nach unten liegen. Auch an ihnen ist demnach der Kelch nicht vorbei gegangen", kommentiert Symanek.
Die vollständige Gulp-Stundensatz-Auswertung vom August 2009 - differenziert nach Alter, Berufserfahrung, Position und Region - ist online abrufbar .
