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Studie: Die Charakteristika der IT-Freelancer
18.02.2008 Zahl der Projektpartner, Dauer der IT-Projekte und Strategien bei der Kundenakquise: Eine aktuelle Studie zeigt auf, wie der typische IT-Freiberufler in Deutschland arbeitet.
zweieinhalb Projekten in fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie Der IT-Freiberufler Markt der Unternehmensberatung DV-Ratio unter 500 deutschen IT-Freelancern. Demnach steht für einen IT-Freiberufler praktisch alle zwei Jahre ein neues Projekt an. Die Befragung ergibt zudem, dass Freelancer ihre Auftraggeber in der Regel selten wechseln. So hat fast die Hälfte der befragten Freiberufler in den vergangenen fünf Jahren nur für einen bis maximal drei Auftraggeber gearbeitet. Knapp 72 Prozent der Freiberufler haben ihre Profildaten auch nur bei maximal zehn verschiedenen Anbietern hinterlegt.
Von den befragten Freiberuflern arbeiten knapp 95 Prozent in Vollzeit, der Rest in Teilzeit. 92 Prozent der Studienteilnehmer planen, auch die nächsten drei Jahre freiberuflich tätig zu sein. Die Studie zeigt auch, dass IT-Freiberufler eine sehr hohe Technikaffinität haben. So stimmen etwa 286 der knapp 500 Befragten der Aussage voll zu, "stets auf dem neuesten Stand der Technik zu sein".
Gefragt wurde bei der Studie auch, wann IT-Freiberufler ihre Suche nach einem neuen Projekt beginnen. Knapp drei Viertel der Probanden starten ihre Suche spätestens vier Wochen vor Abschluss ihres aktuellen Projekts. Die befragten Freiberufler verhalten sich bei der Suche nach neuen Projekten allerdings eher passiv. Sie lassen sich lieber über neue Projekte informieren, als selbst aktiv nach Informationen zu suchen.
Bei der eigenen Informationssuche stellt das Internet für Freiberufler das mit Abstand am meisten genutzte Medium dar: 67 Prozent der Befragten suchen im Web nach neuen Aufträgen. Mit großem Abstand folgen das Telefon (19 Prozent) und Print-Medien (sechs Prozent). Im Internet werden vor allem Marktplätze und Homepages von IT-Dienstleistern besucht. Das Internet spielt auch bei der Ansprache potenzieller Freelancer eine große Rolle. So geben knapp 63 Prozent der Studienteilnehmer an, dass sie sehr häufig per E-Mail über neue Projekte informiert werden.
Wie gut es derzeit deutschen IT-Freelancern geht, zeigt auch eine Statistik der IT-Personalagentur Gulp . Die über das Online-Portal Gulp.de an IT-Freiberufler zugestellten Projektofferten sind im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr über 50 Prozent angestiegen. 2007 liefen damit pro Arbeitstag mehr als 500 Offerten für IT-Selbstständige über die Gulp-Server. Vor allem Oracle- und Java-/J2EE-Know-how sowie Kenntnisse in C/C++ und C# oder SQL wurden stark nachgefragt.
"Der Trend geht von einem Anbieter- zu einem Nachfragermarkt", bemerkt Gulp-Sprecher Stefan Symanek . "Das bringt Freiberufler in eine erfreuliche Position: Sie können nun zunehmend aus einem reichhaltigen Projektangebot wählen."
