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Black Friday: Digitale Barrieren kosten Onlinehändler Umsatz
06.11.2026 Ausgerechnet zum Black Friday verschenken viele Onlinehändler Umsatzpotenzial, weil ihre Shops für Menschen mit Behinderungen nur eingeschränkt nutzbar sind. Und verzichten so auf Kaufkraft in Milliardenhöhe.
Barrierefreiheit betrifft mehr als eine Milliarde Menschen
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation leben weltweit rund 1,3 Milliarden Menschen mit einer Behinderung. Das entspricht etwa 16 Prozent der Weltbevölkerung. In der Europäischen Union waren 2022 rund 101 Millionen Menschen ab 16 Jahren betroffen, was einem Anteil von 27 Prozent entspricht. Hinzu kommen Menschen mit vorübergehenden oder situativen Einschränkungen sowie altersbedingten Sehproblemen. Für Onlinehändler ist Barrierefreiheit damit auch eine Frage der Conversion-Optimierung. "Im Black-Friday-Geschäft zählt jeder Schritt bis zum Kaufabschluss. Wenn Menschen Produkte nicht finden, Formulare nicht ausfüllen oder den Check-out nicht bedienen können, verlieren Händler potenzielle Kund - trotz hoher Nachfrage und investierter Marketingbudgets", erklärt Christian Stephan, Managing Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Accessiway.Sechs Maßnahmen für die Black Week
Auch kurzfristig können Händler und ihre Digitaldienstleister Barrieren im Kaufprozess reduzieren. Accessiway empfiehlt sechs Maßnahmen, die sich vor allem auf Produktdarstellung und Check-out konzentrieren:- Farbkontraste verbessern: Texte und Bedienelemente müssen sich ausreichend vom Hintergrund abheben.
- Produktbilder beschreiben: Aussagekräftige Alternativtexte ermöglichen die Nutzung mit Screenreadern.
- Formulare eindeutig beschriften: Eingabefelder im Check-out müssen klar erkennbar und verständlich sein.
- Fehlermeldungen konkretisieren: Hinweise sollten erklären, welches Feld betroffen ist und wie sich der Fehler beheben lässt.
- Vergrößerung ermöglichen: Seiten sollten auch bei einer Vergrößerung auf 400 Prozent nutzbar bleiben.
- Barrierefreie Sicherheitsabfragen einsetzen: Schwer lösbare Bilderrätsel sollten durch zugängliche Alternativen ersetzt werden.
