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Erstmals mehr private als berufliche Internet-Nutzung
18.08.1998 Nach einer Umfrage des Karlsruher
Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) liegt der Anteil der weiblichen Internet-Nutzer bereits bei knapp 30 Prozent. Auch der Anteil der nicht-akademischen Userschaft steigt:
Etwa 55 Prozent aller Befragten gaben an, bereits über das Internet eingekauft zu haben. Das Geschäftsvolumen des Interneteinkaufs in Deutschland für 1997 veranschlagen die ISI- Forscher nach diesen Zahlen auf rund 5 Mrd. Schilling. Den "elektronischen Stammkunden" gebe es trotz dieser Entwicklung jedoch noch nicht, hieß es.
Das größte Interesse weckten Angebote, die nicht nur über das Internet bestellt, sondern zugleich darüber ausgeliefert oder erbracht würden. Als Beispiele nennt das Fraunhofer-Institut Reisebuchungen (68 %) oder Videoangebote (62 %). Unter den Waren, die lediglich elektronisch bestellt, jedoch per Post geliefert werden müßten, fänden Karten für Veranstaltungen (56 %) und Software (52 %) die größte Aufmerksamkeit.
Während Diskussionsforen oder Glücksspiele nach ISI-Angaben auf ein vergleichsweise geringes Interesse stoßen, finden Dienstleistungsangebote wie Veranstaltungskalender (78 %), Verbraucherberatung (62 %) und Stellenmärkte (58 %) die größte Beachtung. Veränderungen durch das Internet haben die Fraunhofer-Experten auch hinsichtlich des Kommunikations- und Mediennutzungsverhaltens registriert. Während die PC-Nutzung außerhalb des Internets stark zunehme, verlören andere Medien an Bedeutung, heißt es in der Untersuchung.
