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Studie: Sieben von zehn Deutschen sind online

17.01.2007 Wie eine aktuelle Studie zeigt, hatten im letzten Quartal 2006 mehr Deutsche als im Vergleichszeitraum des Vorjahres Zugang zum Internet. Bei der Internetnutzung gibt es starke demografische aber auch geografische Unterschiede.

Einer aktuellen Studie der Forschungsgruppe Wahlen Online   zufolge, hatten 68 Prozent der Deutschen im vierten Quartal 2006 einen Internetzugang. Das entspricht drei Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach wie vor ist das Internet aber eine Männerdomäne: So haben 74 Prozent der männlichen, aber nur 62 Prozent der weiblichen Deutschen einen Online-Zugang. Die weiblichen Nutzer sind allerdings auf dem Vormarsch: Sie verzeichnen fünf Prozentpunkte Wachstum gegenüber 2005, die Männer legten nur um einen Prozentpunkt zu.

Nicht nur ein geschlechterspezifisches, sondern auch ein geographisches Gefälle durchzieht die deutsche Internetlandschaft. Im Westen haben 69 Prozent der Bürger einen Internetzugang, im Osten sind es dagegen 62 Prozent.

In allen Altersgruppen bis 49 Jahren waren mehr als vier von fünf Befragten mit einem Internetzugang ausgestattet. Und auch bei den 50- bis 59-Jährigen waren es bereits 76 Prozent. In dieser Gruppe fallen die Zuwachsraten mit acht Prozentpunkten im Vorjahresvergleich besonders hoch aus. Stark unterrepräsentiert ist immer noch die zahlenmäßig sehr große Gruppe der Menschen ab 60 Jahren: Von ihnen besitzen erst 36 Prozent einen Zugang zum Internet.

Die Bildung bleibt ebenfalls ein entscheidendes Merkmal für die Internet-Affinität der Deutschen. Insbesondere Nutzer mit Hauptschulabschluss ohne Lehre (26 Prozent), aber auch jene mit Lehre (48 Prozent) sind unterdurchschnittlich mit Internet-Zugängen ausgestattet, so die FGW Online. Nahezu identisch mit allen Deutschen war die Internet-Durchdringung jener mit Mittlerer Reife (70 Prozent), überproportional fiel sie bei Deutschen mit Hochschulreife (85 Prozent) aus.

Auch in Bezug auf die Berufsgruppenzugehörigkeit gibt es Unterschiede: Hohe Zuwächse verzeichneten die Arbeiter (plus acht Prozentpunkte), von denen dennoch erst jeder zweite einen Internet-Anschluss besaß. Bei einfachen und mittleren Angestellten sowie Beamten waren es 69 Prozent, bei leitenden Angestellten und höheren Beamten leicht überdurchschnittliche 74 Prozent. Mit 83 Prozent hat die Gruppe der Selbstständigen einen deutlich überdurchschnittliche Zugang zum Internet.
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