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Drei Viertel der Deutschen online

18.10.2011 Im dritten Quartal 2011 nutzten 74 Prozent der deutschen Erwachsenen das Internet zu Hause, am Arbeitsplatz oder anderswo. Diese Zahlen veröffentlicht die Forschungsgruppe Wahlen in ihren aktuellen Internet-Strukturdaten  .

Der prozentuale Anteil der Männer, die das Internet nutzten, lag mit 80 Prozent deutlich über dem der Frauen mit 67 Prozent. Im Westen der Republik waren 75 Prozent der Bürger und Bürgerinnen online, im Osten 69 Prozent.

Dauer: 32 Prozent aller Internet-Nutzer waren im dritten Quartal 2011 mehr als zehn Stunden in der Woche im Internet. 45 Prozent waren zwischen drei und zehn Stunden online und 22 Prozent eine bis zwei Stunden. Dabei nutzten Männer aller Altersgruppen das Internet zeitintensiver als Frauen.

Informationsinteresse: Zwei von fünf Deutschen (40 Prozent) nutzten das Internet, um sich über Politiknachrichten zu informieren. Betrachtet man nur die Gruppe der Internet-Nutzer, so waren dies mehr als die Hälfte (54 Prozent) aller Onliner. Auch hier zeigt sich in geschlechtsspezifischer Hinsicht ein unterschiedliches Nutzungsverhalten: In allen Altersgruppen informierten sich deutlich mehr Männer als Frauen online über Politiknachrichten. Außerdem nutzten die unter 35-Jährigen diesen Informationskanal weit häufiger als die über 35-Jährigen.

Demographie: Das Internet hat mittlerweile über alle Altersgruppen hinweg Verbreitung gefunden. Altersspezifische Differenzen im Umgang mit dem Internet zeigen sich nur noch zwischen Bürgern unter und über 50 Jahren: So nutzten im III. Quartal in allen Altersgruppen bis 49 Jahren mindestens 90 Prozent das Internet: Im Einzelnen waren dies 98 Prozent der 18- bis 24-Jährigen, jeweils 97 Prozent der 25- bis 29-Jährigen sowie der 30- bis 39-Jährigen und 90 Prozent der 40- bis 49-Jährigen. Bei den 50- bis 59-Jährigen lag der Anteil bei 80 Prozent, bei den über 60-Jährigen bei unterdurchschnittlichen 40 Prozent. Lediglich in der höchsten Altersgruppe zeigten sich größere geschlechtsspezifische Unterschiede: 51 Prozent der über 60-jährigen Männer nutzten das Internet, aber nur 31 Prozent der über 60-jährigen Frauen.

Bildung: Die formale Bildung spielt noch immer eine zentrale Rolle für die Internet-Affinität. So nutzten im III. Quartal 2011 nahezu alle Deutschen mit Hochschulreife (94 Prozent) das Internet und auch 85 Prozent jener mit Mittlerer Reife. Bei den Befragten mit Hauptschulabschluss und Lehre waren es 57 Prozent und bei jenen mit Hauptschule ohne Lehre lediglich 34 Prozent. In Bezug auf die Berufsgruppenzugehörigkeit zeigten sich geringere Unterschiede. Nach wie vor waren die Arbeiter deutlich unterrepräsentiert (64 Prozent). Bei den einfachen bis mittleren Angestellten und Beamten nutzten 76 Prozent das Internet, bei den leitenden Angestellten und höheren Beamten 81 Prozent und bei den Selbstständigen 85 Prozent.

Partei-Präferenz: Leicht unter dem Durchschnitt aller Deutschen lag der Anteil der Internet-Nutzer bei den Parteianhängern der CDU/CSU (71 Prozent) und der SPD (70 Prozent). Bei der Linken lag er bei 75 Prozent. Überdurchschnittlich hoch fiel der Anteil hingegen bei den Anhängern der FDP (86 Prozent) und der Grünen (88 Prozent) aus.
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