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eBay kooperiert mit klassischen Kunst-Auktionären

21.10.1999 (iBusiness) Online-Versteigerer eBay steigt in den Kunstmarkt ein: Unter dem Namen "Great Collections" sollen auf eBay hochwertige Kunstwerke angeboten werden. Mit von der Partie sind auch namhafte deutsche Kunstauktionshäuser, die allerdings Wert darauf legen, daß es sich bei den Aktionen nicht um Auktionen, sondern um "Internet-Verkauf" handelt.

"Jetzt kommt erstmals echte Kunst auf das Internet. Das ist das Ende der bisherigen Quasi-Monopole von Christie's und Sotheby's", erklärt eBay-Sprecher Alexander Samwer. Als Zielgruppe für Great Collections nennt er in erster Linie Galeristen, Kunsthändler, Auktionshäuser, Juweliere, Briefmarken- und Münzhändler sowie Antiquariate und Sammler jeder Couleur. Statt mühsam einen eigenen Internet-Auftritt zu organisieren und zu bewerben, können sie ihr Angebot ab sofort auf der eBay-Plattform einem Millionenpublikum vorstellen, hebt Samwer den Nutzen hervor.

"Geradezu eine Signalwirkung für die gesamte Branche" habe nach Samwer die Beteiligung von Lempertz, dem ältesten (1845 gegründet) und größten Auktionshaus Deutschlands. Henrik R. Hanstein, der Eigentümer von Lempertz und zugleich Vizepräsident des Verbandes der Kunstversteigerer (BDKV), zeigte sich gegenüber iBusiness jedoch wenig erfreut über die Art, in der eBay die Kooperation vermarktet. Er habe sich von eBay vertraglich zusichern lassen, dass die Zusammenarbeit keinesfalls unter dem Titel "Auktion" sondern lediglich als "Internet-Verkauf" betitelt wird - versucht doch der Verband gerade in einem Musterprozess klären zu lassen, ob Online-Versteigerer ihre Aktivitäten überhaupt als "Auktion" bezeichnen dürfen.

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