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Omnichannel-Handel 2017: Solides Wachstum, aber nur mäßige Verbreitung

20.06.2017 Egal ob im Internet oder im Geschäft - Kunden sollen ein nahtloses Einkaufserlebnis genießen. Aber ob sich die Kanalverknüpfung überhaupt lohnt und wie verbreitet sie im deutschen Handel ist, zeigt die Analyse der 1.000 umsatzstärksten Onlineshops.

 (Bild: TheUjulala / Pixabay / CC0)
Bild: TheUjulala / Pixabay / CC0
Demnach sind Cross- und Omnichannel-Shops im Schnitt ebenso umsatzstark wie Online-Pureplayer. Und: Auch in puncto Wachstum zeigen sie ähnlich gute Durchschnittswerte, so die aktuelle EHI-Studie   "Omnichannel-Commerce 2017".

Solides Wachstum

Auch wenn 16 Prozent der Pureplayer sich über Wachstumsraten von über 20 Prozent freuen können, im Durchschnitt liegen sie in dieser Gruppe bei 10,3 Prozent. Jeder Zehnte von ihnen hat sogar Umsatzrückgänge von mehr als 20 Prozent zu verzeichnen. Bei den Cross- und Omnichannel-Shops gibt es zwar seltener Spitzenwachstumswerte, aber im Durchschnitt erwirtschaften sie einen ähnlich guten Umsatzzuwachs von 10,2 Prozent. Außerdem haben in dieser Gruppe nur drei Prozent Umsatzeinbußen von mehr als 20 Prozent. Omnichannel ist demnach durchaus ein lohnendes Konzept.

Preview von Omnichannel-Modell der Top-100-Onlineshops

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Mäßige Verbreitung

Von den Top-1.000-Onlineshops in Deutschland verfolgen 169 ein Cross- und Omnichannel-Konzept. Die Verbreitung entsprechender Services ist aber noch ernüchternd. Nur Click & Collect ist bei fast allen (169) im Angebot, allerdings kann der Kunde dann zumeist nur online bezahlen (164). Click & Collect mit dem Zusatzservice, erst bei Abholung der Ware in der Filiale zu zahlen, bieten 123 Shops an.

Instore-Return (59) und Online-Verfügbarkeitsanzeigen (69) haben sich vielfach noch nicht durchgesetzt. Zudem betreibt fast die Hälfte der Cross- und Omnichannel-Shops weniger als fünf Filialen, was bedeutet, dass Services, bei denen man beispielsweise ein online erworbenes Produkt im stationären Laden retournieren möchte, nur sehr regional beschränkt nutzbar sind. Allerdings gilt auch: Je höher die Filialzahl, umso höher in der Regel auch die Anzahl der Services.

Rund 50 Händler gibt es in Deutschland, die trotz des Aufwandes der Omnichannel-Integration in ein großes Filialnetz den Schritt zum kanalübergreifenden Handel konsequent gehen.
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