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European Payment Index: Schlechte Zahlungsmoral bedroht kleine Firmen
07.11.2008 Vor allem kleinere Firmen und Dienstleister sind von Forderungsausfällen und überschrittenen Zahlungszielen betroffen, zeigt eine aktuelle Untersuchung.
Besonders betroffen von Zahlungsverzögerungen und -ausfällen sind nach der Untersuchung kleine Unternehmen mit bis zu 19 Mitarbeitern. Sie müssen im Durchschnitt 3,1 Prozent ihrer Forderungen vollständig ausbuchen. Auch Firmen mit bis zu 49 Mitarbeitern verzichten aktuell im Schnitt auf drei Prozent der ihnen eigentlich zustehenden Rechnungssumme. Unternehmen mit 250 bis 499 Mitarbeitern dagegen müssen nur auf durchschnittlich 1,5 Prozent ihrer Forderungen verzichten, weil Kunden nicht bezahlen. Den Grund für diese starken Unterschiede sieht Intrum Justitia darin, dass insbesondere kleinen Firmen die Expertise für ein effizientes Forderungsmanagement fehle. Kleine Unternehmen seien zudem aktuell besonders durch die Finanzkrise betroffen, da sie kurzfristige Liquiditätsengpässe nur schwer ausgleichen könnten.
Im Durchschnitt liegen die Forderungsausfälle im Business-to-Business-Geschäft in Europa derzeit bei 2 Prozent. Überdurchschnittlich stark von Zahlungsausfällen betroffen sind die Dienstleistungsbranche, der Bau, Bildungsinstitutionen und Medienunternehmen. Aktuell beobachte Intrum Justitita, dass größere Unternehmen damit beginnen, vereinbarte Zahlungsziele zum Teil deutlich zu überschreiten. Dies zwinge kleinere Firmen in der Folge, das Begleichen ihrer Rechnungen ebenfalls zu verzögern.
